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Kein Spiel für schwache Nerven

Jubel nach dem "Last-Minute-Sieg"
ig. Fredenbeck. Das war kein Spiel für Fans mit schwachen Nerven: Sekunden vor dem Schluss des Handball-Spitzenspiels in der Dritten Liga zwischen dem VfL Fredenbeck und dem TSV GWD Minden führten die Gäste noch mit 27:26. Dann gelang Lars Kratzenberg mit dem Abpfiff der Ausgleich, der für ein "Tollhaus" sorgte. Die mehr als 1.000 Fans riss es von den Bänken – tosender Jubel und minutenlange Standing Ovations.

Am Samstag, 5. Dezember, hat der VfL erneut Heimrecht. Dann geht es gegen den Tabellenelften HSG Lemgo II. Trainer Andreas Ott wünscht sich, der Mannschaft und den Anhängern "eine schöne Bescherung". Der Coach: "Wir wollen zwei Punkte."

Zurück zur Partie: Als Mindens Christopher Kunisch 47 Sekunden vor dem Abpfiff das 27:26 für die Gäste erzielte, zückten in der ersten Reihe auf der Tribüne Mindener Fans bereits ihre Smartphones aus der Tasche, um das Endergebnis aus der Geestlandhalle zu posten. Denn ihr Team besaß die Chance, in der letzten Minute mit dem 28:26 den Auswärtssieg perfekt zu machen: Die Gäste nehmen eine Auszeit. Elf Sekunden sind zu spielen. Minden schließt ab. VfL-Keeper Edgars Kuksa hält den Ball, leitet einen letzten Konter ein. Eine Sekunde vor dem Schlusspfiff trifft dann Kratzenberg zum umjubelten Ausgleich. Fredenbeck bleibt Tabellenführer!

Dass es am Ende so spannend wurde, lag vor allem daran, dass der VfL im Angriff seine Chancen nicht nutzte. Viele Bälle landeten neben dem Tor, Pässe verfehlten den Mitspieler. In der 13. Minute lag Minden mit drei Treffern vorne. Vier Minuten später traf Jürgen Steinscherer zum 8:8-Ausgleich. Jetzt hätte sich Fredenbeck absetzen können. Doch gleich zweimal ging der "Trick mit dem Torwartwechsel" schief. In Unterzahl wechselte der VfL den Keeper durch einen weiteren Feldspieler aus. Im Angriff verlor Fredenbeck danach leichtfertig den Ball. Minden hatte leichtes Spiel, den Ball zu versenken. Halbzeitstand 12:14.
Im zweiten Durchgang waren es die Tore von Lars Kratzenberg und die Aktionen von Keeper Edgars Kuksa, die den VfL weiter im Spiel hielten. Kratzenberg traf fünf Minuten vor Schluss zum 24:24. Die Führung konnten die Fredenbecker aber nicht mehr übernehmen. Zum "Spieler des Tages" wurde VfL-Torwart Edgars Kuksa gekürt.

Übrigens: Beim Heimspiel gegen Lemgo haben die Bewohner der Straßen "Rotdornweg" in Fredenbeck und "Birkenweg" in Deinste freien Eintritt.