Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Teilnahme am DHB-Pokal winkt

Vfl Fredenbeck besiegt Kiel II mit 27:25 / "Endspiel" gegen Potsdam

ig. Fredenbeck. Was für ein Spiel! Was für eine Dramatik! Und Spannung bis zum Abpfiif. Da lagen die Fredenbecker schon mit fünf Toren zurück, leisteten sich in Halbzeit eins 11 Fehlwürfe und jede Menge technische Fehler - und besiegen Kiels Bundesliga-Reserve vor 650 Fans mit 27:25.

Ohne die verletzten Stammspieler, Maciek Tluczynski, Fabian Schulte-Berthold und Ghennadi Golovici musste der VfL lange kämpfen. Jetzt winkt die Teilnahme am DHB-Pokal. Die Entscheidung darüber fällt am letzten Spieltag, Samstag, 9. Mai, im "Endspiel" gegen den 1. VfL Potsdam. Beginn in der Geestlandhalle: 19.30 Uhr.

In der Anfangsphase lief bei den Gastgebern im Angriff gar nichts. Das erste Feldtor für den VfL erzielte Zdenek Polášek erst nach sieben Minuten. Kiels Abwehr stand sicher, hatte einen überragenden Keeper. Aber auch im Abschluss tat sich Fredenbeck schwer. Die Folge: Kiel setzte sich nach dem 4:1 in der 18. Minute auf 10: 5 ab. Der VfL kämpfte. Für Bennet Kretschmer spielte jetzt auf der halbrechten Angriffsposition der A-Jugendliche Jonas Rohde. Auf der linken Außenposition setzte VfL-Trainer Andreas Ott auf David Oppong. Jürgen Steinscherer wurde zunächst lediglich für die Siebenmeter eingesetzt. Wenigstens diese saßen. Seine vier sicher verwandelten Strafwürfe im ersten Durchgang hielten den VfL im Rennen. Zur Pause verkürzte Fredenbeck auf 10:13.

Im zweiten Durchgang wechselte Szymon Krol zwischen die Pfosten, machte ein grandioses Spiel, parierte selbst die Nachwürfe, wurde am Ende zum Matchwinner. Mit einer offensiveren Abwehr störte Fredenbeck den Kieler Spielaufbau früh. Zudem konnten Tempogegenstöße erfolgreich verwandelt werden. Als David Oppong in der 38. Minute den 15:15-Ausgleich erzielte, kochte die Geestlandhalle. Steinscherer und Jonas Vonnahme legten nach: 18:15 für Fredenbeck. Kiel ließ nicht locker. Nach Abspielfehlern der Gastgeber witterten die Nordlichter erneut ihre Chance. Eike Fabian Möller brachte den THW in der 45. Minute beim 19:20 noch einmal auf einen Treffer heran. Dann der große Auftritt von Kroll: Seine Paraden retteten den Sieg. Als Oppong in der 57. Minute das 27:24 erzielte, hielt es die Zuschauer nicht mehr auf den Sitzplätzen. Die Fans feierten mt "Standig Ovations" den siebten Heimsieg in diesem Jahr.

Von der deutschen Handball-Bühne verabschiedet sich THW-Nachwuchs- -Coach Raul Alonso. Der gebürtige Spanier übernimmt nach Ende der laufenden Saison den österreichischen Erstligisten Schwaz Handball Tirol als Cheftrainer. "Ich habe in Kiel von den Besten lernen dürfen und von der Arbeit mit meinem Mentor Alfred Gislason enorm profitiert", so Alonso, der als Assistenztrainer von Alfred Gislason unter anderem viermal die Deutsche Meisterschaft und zweimal die Champions League gewann. Die Spiele in Fredenbeck werde er vermissen. "Hier herrscht immer eine tolle Stimmung."