Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Zittersieg für den VfL Fredenbeck

Übernahm Verantwortung und war Fredenbecks bester Werfer - Lars Kratzenberg

Knapper Sieg des VfL Fredenbeck / Trainer entschuldigt sich / Beckdorf verliert beim Spitzenreiter


ig. Fredenbeck. "Ich entschuldige mich bei den Fans für die Leistung meines Team in der zweiten Halbzeit", so Fredenbecks Trainer Uwe Inderthal nach dem knappen 32:31-Sieg gegen den Abstiegskandidaten MTV Altlandsberg. Eine Aussage, die der Coach des Drittligisten schon mehrfach nach Heimpartien auf der Pressekonferenz kund tat. Na klar freue er sich über die zwei Punkte. Wie sie aber zusammen kamen, das verbitterte den Übungsleiter, trieb ihm die Zornesröte ins Gesicht.
Dabei begann alles zur Zufriedenheit der 350 Zuschauer: Der VfL führte schon mit 16:11 (25. Minute), ging mit 19:14 in die Pause. 30 Minuten stand die Abwehr stabil. "Alle hielten sich an die Vorgaben", so Inderthal. Dann der Einbruch in Halbzeit zwei. "Alles war vergessen." Der Sieg letztlich ein Zittersieg. "Not gegen Elend ", titulierte ein frustrierter Fan das Geschehen auf dem Parkett der Geestlandhalle. "Es stehen einfach zu viele Spieler neben sich, schöpfen ihr Potenzial nicht aus", schimpfte der Trainer.
Dann die unerklärlichen technischen Fehler. Inderthal zählte mehr als 16. "Das passt nicht zur Dritten Liga", so sein Urteil. Nach dem Seitenwechsel fehlten die Alternativen. Auf der rechten Außenposition musste mit Lukas Kraeft 60 Minuten lang ein Rechtshänder spielen, da neben Ghenadi Golovici auch Jonas Buhrfeind ausfiel. Als sich jetzt noch der zweikampfstarke Cornelius Berstecher verletzte, gab es kaum noch Auswechsel-Spieler. Und als Birger Tetzlaff nach seiner dritten Zeitstrafe vorzeitig zum Duschen durfte, kippte das Spiel. Nach einer noch offensiveren Deckung in den letzten drei Minuten gelangen den Gästen nach dem 27:32 vier Tore in Folge. Beim VfL übernahm immer wieder Lars Kratzenberg die Verantwortung, war auch mit neun Feldtoren der beste Werfer.
Gleichwohl: Fredenbeck kämpft sich mit vier Punkten auf der Habenseite aus dem Keller der Liga heraus, trifft Am Samstag, 19. Oktober, auswärts auf Oranienburg und am Freitag, 25. Oktober, 20 Uhr, in eigener Halle auf Burgdorf II. "Das sind Schlüsselspiele", betont der Trainer, der bis zum Weihnachtsfest auf 12 bis 13 Punkte hofft. Also: "Beide Spiele müssen wir gewinnen." Klar für ihn ist: Mit der Leistung vom Spiel gegen den Abstiegskandidaten, der schon von einem Abstieg ausgeht, "nur zum Spaß in der Liga spielt " (MTV-Trainer Ferenc Temes), werde es Probleme geben. "Dass wir guten Handball bieten können, haben wir im Derby gegen Beckdorf gezeigt."
Kreisnachbar SV Beckdorf kassierte beim Tabellenführer SV Henstedt-Ulzburg eine 30:39-Niederlage, war aber nicht um die neun Tore schlechter. Das Ergebnis sei zu hoch ausgelaufen, resümierte Trainer Lars Dammann. Das Heimteam nutzte vor 700 Fans jeden Fehler der Gäste aus. Das nächste Heimspiel: Samstag, 19. Oktober, um 19.30 Uhr gegen Potsdam.