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Bluttat aus Eifersucht in Marxen: Bekannter Arzt schießt seiner Frau in den Kopf

Auf diesem Reiterhof in Marxen ist es zu der Tat gekommen

Tödliches Eifersuchtsdrama auf einem Reiterhof: Hamburger Mediziner schießt seine Frau nieder und richtet sich dann selbst.

mum/thl. Marxen. Eine dramatische Beziehungstat hat sich am Donnerstagnachmittag in Marxen (Samtgemeinde Hanstedt) auf dem Reiterhof Ernst ereignet. Der bekannte Hamburger Frauenarzt Professor Dr. Adolf G. (70) schoss laut Polizeibericht seiner Frau Andrea (40) mit einer Pistole in den Kopf und verletzte sie schwer. Danach lief der Mann zu seinem Pferd auf dem angrenzenden Paddock und schoss sich in den Kopf. Die Pistole war nach Auskunft der Polizei legal in seinem Besitz.

Die Polizei geht von einer geplanten Tat aus. Die 40-jährige Ehefrau des Täters wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Universitätskrankenhaus Eppendorf geflogen. Nach einer Operation war ihr Zustand am Freitag noch kritisch. Bekannte des Ehepaars gehen von einem Beziehungsdrama aus. Andrea G. war Ende des Jahres aus dem gemeinsamen Haus bei Helmstorf ausgezogen. „Ich habe Weihnachten allein verbracht“, soll Adolf G. im Bekanntenkreis erzählt haben. Seine Frau, die er seit etwa 20 Jahren kannte und mit der er seit drei Jahren verheiratet war, hatte ihn verlassen. Es gibt einen neuen Mann in ihrem Leben. Konnte Adolf G. nicht akzeptieren, dass seine Frau sich von ihm trennte? Die Polizei hat eindeutige Hinweise auf die geplante Tat in dem Haus des Arztes gefunden.

Auf dem Reiterhof Ernst herrscht Schockzustand. Adolf und Andrea G. hatten erst im Spätsommer ihre Pferde nach Marxen gebracht, beide sollen sehr beliebt gewesen sein. Das Paar war kinderlos. Er soll aber aus einer früheren Beziehung eine erwachsene Tochter haben. Trotz seiner 70 Jahre galt der Gynäkologe als sehr charismatisch und sportlich, dabei sympathisch und bescheiden.
Laut Internet war Professor G. Experte für das Asherman-Syndrom (ein Gebärmutterleiden) und Mitte der 1980er Jahre Mitbegründer einer Frauen-Tagesklinik in Hamburg. Anfang Dezember war er noch zu einem Fachkonferenz nach Kuwait geflogen. Zuvor hatte er Vorträge in den USA und China gehalten. G. veröffentlichte mehrere Fachpublikationen.

Adolf und Andrea G. waren 20 Jahre ein Paar. Viele in der Reiterszene freuten sich, als sie sich vor etwa drei Jahren das „Ja“-Wort gaben. Andrea G. gilt als besonders tierlieb. Täglich verbrachte sie Zeit bei ihrem Pferd. Als Trainerin für Westernreiten verdiente sie sich etwas Geld dazu. Auch der neue Mann an der Seite von Andrea G. hat sein Pferd in Marxen untergestellt. Alle drei versuchten Treffen zu vermeiden. Vor ein paar Tagen soll es zu einem Streit zwischen den Männern gekommen sein. War das der Auslöser für die Tat?

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