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Auf sie ist stets Verlass

Die IGH-Mitglieder freuen sich mit ihren Helfern über das gelungene Projekt

Rüstige Rentner restaurieren alte Teichanlage am Homanns Busch / Mehr als 1.000 Stunden investiert.

mum. Hanstedt. Kaum jemand vermag noch zu sagen, wie viele Projekte die Mitglieder der Interessengemeinschaft Hanstedt (IGH) seit ihrer Gründung bereits realisiert haben. Wenn in Hanstedt und Umgebung etwas zu reparieren oder tatkräftige Unterstützung vonnöten ist, ist die „Rentner-Gang“ zur Stelle. „Unser Durchschnittsalter liegt zwar bei 78 Jahren, doch noch haben wir alles geschafft, was wir uns vorgenommen haben“, sagt IGH-Sprecher Klaus Schwanecke. Ins Rampenlicht drängten die „Helden des Alltags“ nie. Bis jetzt! Vorige Woche feierten sie die Fertigstellung ihres größten Projekts. Seit 2014 investierten die Freunde mehr als 1.000 Arbeitsstunden in die Restaurierung der alten Teichanlage am Homanns Busch.
„Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, als man nach dem Essen am Sonntagmittag hierher gekommen war, um die Enten zu füttern“, so Schwanecke. Das ist lange her. Die Wege überwucherten und die Teiche verschlammten. Erst als Investor Friedrich W. Lohmann das angrenzende Areal zu einem Wohngebiet entwickelte, wurde Homanns Busch wieder zum Leben erweckt. „Schon 2009 hatten wir überlegt, die Teichanlage zu pflegen“, sagt Schwancke. Doch das Projekt schien zu groß für die IGH zu sein. Doch dank Lohmann und vieler anderer Unterstützer gelang das Mega-Vorhaben. Unter anderem wurden mehr als 200 Pfähle in den Boden gerammt. Um das Ufer zu befestigen, setzten die Senioren 500 Faschinen ein. Eine neue Brücke wurde gebaut und Wege angelegt. Entstanden ist ein wunderschönes Erholungsgebiet am Rande Hanstedts.

Auf ein Wort

Ein Vorbild für unsere Gesellschaft
Diese Rentner sind ein Vorbild für unsere Gesellschaft. Dort eine Brücke im Wald, hier Unterstützung für Schüler der Oberschule oder das traditionelle Aufstellen des Maibaums. Hanstedt wäre so viel ärmer ohne das unglaubliche Engagement der Interessengemeinschaft.
Ohne jemals einen Cent zu verlangen, engagieren sich die freundlichen Senioren für jedermann im Ort. Dabei bringt sich jedes IGH-Mitglied ganz nach seinen Stärken ein. Warum ist der Einsatz der Senioren so besonders? Ganz einfach: Auch sie könnten sich zu Hause im eigenen Garten mit Koi-Karpfen und Tomaten beschäftigen. Doch sie stammen noch aus einer Zeit, in der die Gemeinschaft mehr zählte als Egoismus. Man fragte nicht, wie lange etwas dauert, sondern wann es los geht.
Die IGH sollten sich viele zum Vorbild nehmen, die sich darüber beklagen, dass die Gemeinde mal wieder nicht den Spielplatz in Ordnung gebracht hat.
Sascha Mummenhoff