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Brackel: Es wird französisch gesprochen

Premiere in Brackel: Erstmals nimmt die Grundschule an einem Schüleraustausch teil (Foto: oh)

Grundschule in Brackel erwartet Viertklässler aus Reims bei Paris / Gegenbesuch im Sommer geplant.

mum. Brackel. Premiere in Brackel: Zum ersten Mal verbringen jetzt 23 Schüler der Grundschule Reims bei Paris eine Woche bei ihrer Patenklasse in Brackel. Am Donnerstag wurden die französischen Gäste mit viel Musik und rot-weiß-blauem Schmuck in der neuen Turnhalle begrüßt.
„Sind französische Lehrer eigentlich streng?“ fragte sich Schülerin Antonia, als ihre Lehrerin zum ersten Mal zu Beginn des Jahres von dem Projekt erzählte. Aber auch, wie hoch der Eiffelturm ist oder wie viele Hausaufgaben die Schüler des Nachbarlandes machen müssen, beschäftigte die Schüler der Klasse 4a seitdem. Einige Wochen bereiteten sich die Kinder intensiv auf den Besuch ihrer französischen Altersgenossen vor - gestalteten eine Schulrallye, Willkommensgeschenke und schrieben Briefe an ihre Patenklasse.
Im Mittelpunkt des Besuchs stehen gemeinsame Erlebnisse und viel Zeit für den interkulturellen Austausch mit „Händen und Füßen“. Bei Ausflügen nach Hamburg, in den Wildpark Schwarze Berge, einer Rallye durch das Dorf und einem Besuch bei Bürgermeister Henning Schamlott erkunden die französischen Schüler die ungewohnte Umgebung. Auch ein deutsch-französischer Abend mit den Eltern sowie das Kennenlernen des Brackeler Schullebens stehen auf dem Programm. Übernachtet wird übrigens in der Jugendherberge Handeloh. „Wir hoffen, dass sich aus der ersten, noch vorsichtigen Begegnung langfristige Bekanntschaften zwischen den Schülern ergeben und wir den Kontakt über die nächsten Jahre weiter intensivieren können“, so Schulleiter Christian Kind.
Die Idee zum Projekt hatte Lehrerin Juliane Kerll. Mit Hilfe von Geldern des Deutsch-Französischen Jugendwerks, des Schulvereins der Grundschule sowie der Stiftung der Sparkasse Harburg-Buxtehude konnte sie kurz vor den Sommerferien „Grünes Licht“ für die Fahrt geben. „Kinder kennen wenig sprachliche Barrieren. Sie gehen mutig und neugierig auf andere zu, haben ein großes Interesse an europäischen Kulturen und fremden Sprachen. Interkulturelle Verständigung können daher gerade Grundschüler überzeugend leben“, erzählt die Lehrerin begeistert.
Wenn alles klappt, fahren die Brackeler Viertklässler übrigens im kommenden Sommer zu einem Gegenbesuch nach Reims.