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"Dann werden wir klagen!"

"Die Straße ist doch in Ordnung": Diese Anwohner sind sauer auf die Hanstedter Politik und Verwaltung

Anwohner sind sauer auf die Ausbaupläne der Gemeinde / "Man nimmt uns nicht ernst!"

mum. Hanstedt. Im beschaulichen Hanstedt sind die Bürger sauer auf ihre Gemeindevertreter und die Verwaltung. Sie sind der Meinung, dass die Sanierung ihrer Straße auch deutlich günstiger zu haben sei.
Die Vorgeschichte: Der erste Bauabschnitt des Hanseatenwegs wurde in den 60er Jahren als Sackgasse fertiggestellt. Etwa zehn Jahre später wurde die Straße nach Westen verlängert. Dabei wurden der Bach Faaßenbeek und die Oberflächenentwässerung in ein gemeinsames Rohr verlegt. "Das ist nicht zulässig", regt sich Monika Schünemann auf. Die Gemeinde hat bis 2017 Zeit, den Fehler zu beheben und fasste 2010 einen Grundsatzbeschluss, dies mit neuen Verbindungsleitungen zu tun. "Für die drei Straßen Hanseatenweg, Louis-Gellersen-Weg und Schloss-Straße hätte dies die Gemeinde etwa 100.000 Euro, also im Schnitt 34.000 Euro pro Straße, gekostet", erklärt die engagierte Frau. Die Kosten hätte die Gemeinde zu tragen, da es sich um eine Sanierung handele.
Doch dann habe die von der Gemeinde beauftragte Beratungsfirma Comuna einen Straßenneubau vorgeschlagen. Gesamtkosten etwa 355.000 Euro. Außerdem können die Anlieger mit bis zu 60 Prozent an den Kosten beteiligt werden. "Das wären etwa 210.000 Euro, die auf rund 20 Anlieger umgelegt werden", rechnet Monika Schünemann vor. Die Gemeinde selbst hätte mit dieser Lösung 140.000 Euro allein für den Hanseatenweg zu tragen.
"Bei einer Anwohnerversammlung wurden wir nur über zwei Ausbauvarianten informiert", sagt Anlieger Jürgen Krogmann. Er hatte das Gefühl, niemand habe den Anwohnern zu hören wollen. Besonders pikant: Der östliche, neuere Teil des Hanseatenweges sei in einem guten Zustand. Die Straßenbeleuchtung sei 1996, das Gehwegpflaster 2002 erneuert worden. "Der Westteil hat nur Frostschäden in der Asphaltdecke", so Monika Schünemann. "Alle Anwohner fragen sich, warum eine gute Straße komplett weggerissen werden soll."
Der Gemeinderat hat am gestrigen Dienstag entschieden, wie es im Hanseatenweg weitergeht. "Wir gehen nicht davon aus, dass man unsere Bedenken beachten wird", sagt Monika Schünemann. Sollte es so kommen, "dann werden wir gegen den Gebührenbescheid vor Gericht ziehen".