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Das Kälbchen ist wieder da

Wieder vereint: Die Kuh hat ein neues Kalb bekommen

Interessengemeinschaft Hanstedt organisiert nach Vandalismus Ersatz.

mum. Hanstedt. Sie sind wieder vereint! Seit Anfang der Woche ist das „Milch-Denkmal“ mitten in Hanstedt wieder vollständig. Neben der großen Kuh steht wieder ein kleines Kalb. Vandalen hatten Ende Juli das Kalb in der Mitte zerschlagen (das WOCHENBLATT berichtete). Seit der Aufstellung vor sechs Jahren wurde das Kalb fünf Mal zerstört; die Kuh traf es dreimal. Zudem wurden die beiden Plastiken mehrmals mit Farbe beschmiert. Selbst eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro half nicht. Die Täter konnten bislang nie ermittelt werden.
Klaus Schwanecke von der Interessengemeinschaft Hanstedt (IGH) und seine Mitstreiter haben sich von den Vandalen jedoch nie davon abhalten lassen, die „Kuh-Kunst“ wieder zu reparieren, beziehungsweise Ersatz zu organisieren. Diesmal gab es Unterstützung von Dr. Lars Blume. Der Inhaber der Vital-Apotheke erklärte sich bereit, die Kosten für das Kalb zu übernehmen. „Ich hoffe sehr, dass das Ensemble jetzt in Ruhe gelassen wird“, so Schwanecke.
• Mit dem „Milch-Denkmal“, zu dem außer den beiden Kühen auch eine Bank mit mehreren Milchkannen gehört, wollen die IGH-Mitglieder an eine alte Tradition erinnern. Im 19. und 20. Jahrhundert stellten Landwirte, die nur zwei oder drei Kühe hatten, ihre Milch an einen zentralen Sammelpunkt auf eine „Milchbank“. Die Kannen waren speziell mit dreistelligen Nummern gekennzeichnet. Eine „3“ am Anfang bedeutete etwa, dass die Kanne aus Quarrendorf stammte. Ein Bauer sammelte alle Kannen mit seinem Pferdewagen ein und brachte die Milch zu einer Molkerei nach Brackel. Auf der Rückfahrt brachte der Landwirt die leeren Kannen wieder zurück. Manchmal waren sie auch mit Molkerei-Produkten oder Molke (für die Schweinefütterung) gefüllt.