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Die Tat von sehr dummen Menschen

Auch Finja Krumm ist traurig. Wieder ist das Plastik-Kalb zerstört worden (Foto: Klaus Schwanecke)

Vandalen zerstören wieder das Kälbchen in Hanstedt.

mum. Hanstedt. „Ich bin fassungslos“, sagt Klaus Schwanecke. Mit brutaler Gewalt wurde das Kuh-Kunstwerk an der Buchholzer Straße in Hanstedt zum wiederholten Mal zerstört. Vermutlich haben die Täter in der Nacht von Sonntag auf Montag zugeschlagen - im wahrsten Wortsinn. Das kleine Kälbchen wurde in viele kleine Teile zertrümmert.
Seit der Aufstellung vor sieben Jahren wurde das Kalb sieben Mal zerstört; die Kuh traf es dreimal. Zudem wurden die beiden Plastiken mehrmals mit Farbe beschmiert. Selbst eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro half nicht. Die Täter konnten bislang nie ermittelt werden. Zuletzt hatten Vandalen im Juli 2016 das Kuh-Ensemble beschädigt.
Doch die Ehrenamtlichen lassen sich nicht entmutigen. „Wir werden ein neues Kalb bestellen“, sagt Schwanecke. Zuletzt gelang es der IGH stets einen Sponsor zu finden. Auch jetzt? Während die Kuh etwa 600 Euro kostet, schlägt das Kalb mit etwa 200 Euro zu Buche. Ein Freundschaftspreis des Händlers aus Sahrendorf. Viel schwerer wiegt allerdings die ehrenamtliche Arbeitszeit, die die IGH-Mitglieder jedes Mal investieren.
• Die Geschichte des Denkmals: Mit dem Milchdenkmal, zu dem außer den beiden Kühen auch eine Bank mit mehreren Milchkannen gehört, wollen die IGH-Mitglieder an eine alte Tradition erinnern. Im 19. und 20. Jahrhundert stellten Landwirte, die nur zwei oder drei Kühe hatten, ihre Milch an einen zentralen Sammelpunkt auf eine „Milchbank“. Die Kannen waren speziell mit dreistelligen Nummern gekennzeichnet. Eine „3“ am Anfang bedeutete etwa, dass die Kanne aus Quarrendorf stammte. Ein Bauer sammelte alle Kannen mit seinem Pferdewagen ein und brachte die Milch zu einer Molkerei nach Brackel. Auf der Rückfahrt brachte der Landwirt die leeren Kannen wieder zurück. Manchmal waren sie auch mit Molkerei-Produkten oder Molke (für die Schweinefütterung) gefüllt.