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Ein echter Bach entsteht

Die alten Betonwehre an der "Haverbeeke" sollen abgerissen

"Haverbeeke" zwischen Niederhaverbeck und Wilsede wird renaturiert.

mum. Wilsede.
In den nächsten Tagen beginnen Renaturierungsmaßnahmen am kleinen Heidebach "Haverbeeke" zwischen Niederhaverbeck und Wilsede. Der Unterhaltungsverband Obere Wümme möchte den Graben wieder zu einem natürlicheren Fließgewässer umgestalten. Um die Durchgängigkeit des Baches für wandernde Arten, wie etwa Bachneunauge und Köcherfliegen, wiederherzustellen, müssen fünf künstlich aufgestaute Teiche entfernt werden. Zurzeit enden alle Wanderbewegungen an den Stau-Bauwerken aus Beton. Der sechste und größte Teich muss als Feuerlöschteich erhalten bleiben und erhält daher ein "Umflut-Gerinne", so dass die "Haverbeeke" um den Teich herum von der Quelle in Richtung Wümme fließen kann. Diesen Umfluter können Fische und Insekten später in beide Richtungen nutzen, um zur Fortpflanzung ins Quellgebiet zu gelangen.
Für die Umgestaltung erhält der Unterhaltungsverband Fördergelder aus dem Programm "Fließgewässerentwicklung" vom Land Niedersachsen und aus dem europäischen "ELER"-Fonds. Auch der Landkreis Heidekreis übernimmt zehn Prozent der Gesamtkosten.
"Die Arbeiten beginnen nun leider genau in der Heideblütensaison", sagt Steffen Albers von der VNP-Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide. "Einige Tage lang werden Lkw mit Bodenmaterial und Bagger im Naturschutzgebiet unterwegs sein." Der Zeitplan lasse sich bedauerlicherweise nicht besser gestalten, da viele Dinge zusammenkommen. Einerseits konnte nicht früher begonnen werden, da zunächst die Brut- und Setzzeit zu beachten war. Erst vor wenigen Wochen hat der Nachwuchs von Fröschen und Kröten die Teiche verlassen. Zudem stehen die vorgesehenen Flächen für das zu beseitigende Bodenmaterial erst ab Mitte August zur Verfügung. "Um hohe Bodenerosionen im Herbst und Winter zu vermeiden, ist es aber dringend erforderlich, dass die neuen Uferböschungen möglichst früh in der Vegetationsperiode angelegt werden", so Albers. "So können sie sich noch vor dem Winter wieder begrünen."
Der Verein Naturschutzpark und seine Stiftung, der die betroffenen Grundstücke gehören, erwarten, dass die Natur an der "Haverbeeke" sich nach den Arbeiten schnell erholen wird. "Wer den Bachverlauf zwischen Heidetal und Eickhoff-Heide vorher geschätzt hat, wird hier auch hinterher bald wieder ein Kleinod vorfinden", ist sich Albers sicher.