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Ein Ort der Begegnungen: Kunst, Kultur, Konzerte - „Julia Heigel - Das Atelier“ wird am 3. Oktober feierlich eröffnet

Wann? 03.10.2015 11:00 Uhr

Wo? Julia Heigel, Harburger Str. 18, 21271 Hanstedt DE
Julia Heigel inmitten ihrer Skulpturen. In Hanstedt hat die Künstlerin ein neues Zentrum für Kunst, Kultur und Konzerte geschaffen (Foto: Jan-Rasmus Lippels / Frische Fotografie)
Hanstedt: Julia Heigel | mum. Hanstedt. Acht Monate wurde an der Harburger Straße 18 in Hanstedt fleißig gewerkelt: In liebevoller Kleinarbeit haben Handwerker in dieser Zeit das mehr als 100 Jahre alte rote Backsteingebäude detailgetreu von Grund auf saniert und renoviert (das WOCHENBLATT berichtete). Jetzt erstrahlt es wieder in neuem Glanz. Am Samstag, 3. Oktober, können sich Interessenten vor Ort selbst ein Bild von dem charmanten Bauernhaus im Herzen der Nordheide machen. Dann nämlich wird „Julia Heigel - Das Atelier“ feierlich eröffnen - mit einem „Tag der offenen Tür“ von 11 bis 18 Uhr.
Bis das Haus zu einem Schmuckstück werden konnte, war viel Arbeit nötig: 1.000 Quadratmeter Wände und Decken wurden gespachtelt, 16 Türen restauriert, alle Außenfenster wieder in den Originalzustand versetzt. Das Dach wurde komplett neu mit Pfannen im Stil der Jahrhundertwende gedeckt, die typischen Stilelemente dieser Zeit, wie der hölzerne Dachgiebel, wiederhergestellt. „Wir haben versucht, alle noch originalen Bestandteile zu säubern und zu schützen, damit sie auch die nächsten 100 Jahre halten, zum Beispiel das alte Mauerwerk“, sagt Julia Heigel. „Fehlende Elemente haben wir mit Steinen aus einer antiken Brennerei ersetzt. Auch die alten Fliesen wurden gesäubert und mit einem schützenden Glasfussboden bedeckt.
Für Julia Heigel erfüllt sich mit dem Atelier ein Lebenstraum. „Das Haus soll neben meinen Skulpturen, die ich hier ausstellen werde, auch ein Ort für Kunst, Kreativität, Begegnung und Möglichkeiten sein“, wünscht sich die 40-Jährige für die Zukunft. „Das Atelier bietet auch Raum für Ausstellungen anderer Künstler, Kunsthandwerker und kreative Köpfe.“ So wird die Lesung einer Schreibwerkstatt bereits konkret geplant.
Am Samstag wird „Das Atelier“ feierlich eröffnet. Von 11 bis 18 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen. Zu Gast ist auch Klaus Niehusen, dessen wunderschöne Holzbänke den Garten zieren werden. „Ich freue mich auf nette Gespräche mit kunstinteressierten und neugierigen Menschen.“
• Öffnungszeiten ab dem 3. Oktober: Jeden Donnerstag von 10 bis 13 Uhr und von 17 bis 19 Uhr (außer in den Ferien) sowie nach telefonischer Vereinbarung unter 0151 - 155 46 982.
• Mehr Informationen unter www.juliaheigel.de.

Julia Heigel (40) wurde in Norddeutschland geboren und wuchs südlich von Hamburg auf. Schon als Teenager begann sie mit Ganzkörperzeichnungen: Neben Bleistift, Kohle, Kreide und Öl kamen auch Ei und Mehl auf die Leinwand. Bereits in dieser Zeit entstanden erste Skulpturen. Im Mittelpunkt stand auch damals schon der Mensch. In seiner Stärke, aber auch in seiner Sensibilität. Ihre Skulpturen formt die Künstlerin zunächst mit Kettensäge und Flex aus großen Holzstämmen und bearbeitet sie anschließend mit feinem Werkzeug. Heigel gehört deutschlandweit zu den ganz wenigen Frauen in diesem Genre. Den Feinschliff macht die Künstlerin mit Schmirgelpapier, mit dem sie ihren Objekten eine sanfte,Oberfläche verleiht.