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Fertigstellung des Waldbads verzögert sich

Die Mauern des Funktionsgebäude stehen bereits
 
Noch sieht es im Hanstedter Waldbad nicht nach Eröffnung aus: Handwerker arbeiten an der Beckensohle

Mangelhafte Substanz und das schlechte Wetter sorgen für Verzug / Eröffnung erst im Spätsommer?



mum. Hanstedt. Eigentlich war die Fertigstellung des komplett sanierten Hanstedter Waldbads bis Mitte Juni geplant. "Doch jetzt haben der anhaltende, späte Frost sowie eine mangelhafte Substanz der alten Beckensohle den Zeitplan auf den Kopf gestell", so Verwaltungschef Olaf Muus. Er rechnet mit Mehrkosten in Höhe von 300.000 Euro. "Aufgrund der schlechten Ausschreibungssituation musste bereits um etwa 200.000 Euro erhöht werden." Die Beckensohlen-Problematik (Ausbau, Entsorgung, Neuaufbau) werde nach ersten Schätzungen 100.000 Euro an Zusatzkosten verursachen. Zudem verschiebt sich die Eröffnung.
Nachdem im vergangenen Herbst mit den Abrissarbeiten gestartet wurde, konnten die Beton- und Maurerarbeiten seit dem Jahreswechsel bis Ende März aufgrund des Frostes nur stark eingeschränkt weitergeführt werden. "Eigentlich sollte es nun mit der Verlegung der Umlaufrinne und der Beckenfolie im Kombibecken weitergehen", sagt Muus. Unmittelbar vor der turnusmäßigen Baubesprechung Anfang April sei dann festgestellt worden, dass der grundsätzlich gute Eindruck der Beckensohle einer Überprüfung nicht standhalten konnte. "Die Qualität im großen Kombibecken lässt eine Verlegung der neuen Folie nicht zu", beschreibt Muus das Problem. Der alte Beton habe sich bei probeweise durchgeführten Stemmarbeiten an vielen Stellen als bröckelig dargestellt, so dass keine ausreichend tragfähige Schicht mehr vorhanden sei. "Es wird deshalb erforderlich sein, die alte Beckensohle um etwa 25 Zentimeter abzutragen und eine neue, tragfähige Betonsohle zu gießen", so der Verwaltungschef. Diese Arbeiten zeichneten sich laut Muus vor dem Winter nicht ab und kommen jetzt unplanmäßig auf die Samtgemeinde zu. "Zum Glück hat die beauftragte Rohbaufirma entsprechendes Gerät und Mitarbeiter vor Ort, um sofort mit den Arbeiten beginnen zu können." Dennoch sei davon auszugehen, dass sich durch den zusätzlichen Aufwand der weitere Bauablauf im Becken um voraussichtlich vier Wochen verzögern werde.
Wann mit einer Eröffnung gerechnet werden kann, ist zurzeit noch nicht abzusehen. "Diese Entwicklung ist ärgerlich, aber gerade bei der Beckensohle wäre es verheerend gewesen, wenn dieser Mangel nicht aufgefallen wäre", so Muus. "Warum die in den 1980er Jahren erneuerte Betonsohle in einem solch schlechten Zustand ist, ist unklar. Unser Ziel ist es, dass aber zum Spätsommer wenigstens noch für ein paar Wochen geöffnet wird."
• Wer sich einen eigenen Eindruck über den Stand der Bauarbeiten im Waldbad Hanstedt verschaffen möchte, kann am bundesweiten "Tag der Städtebauförderung", der am Samstag, 5. Mai, stattfindet, an einer Baustellenführung teilnehmen.Um 10 Uhr wird für interessierte Bürger eine Besichtigung der Baustelle durch die Verwaltung angeboten. Um die Gruppengröße besser planen zu können, bittet Muus um eine Anmeldung bei Cornelia Schwanemann via E-Mail an c.schwanemann@hanstedt.de oder telefonisch unter 04184 - 8030.
• Das Hanstedter Waldbad-Personal hilft laut Muus gegen Personalkostenerstattung bis zur Eröffnung in anderen Schwimmbädern im Landkreis aus. "Viele Gemeinden haben zurzeit Probleme, ihre vakanten Stellen im Schwimmbadbereich zu besetzen." 

Bundesmittel ermöglichen Sanierung

(mum). In die Sanierung des Hanstedter Waldbads fließen Bundesmittel in Höhe von 1,15 Millionen Euro - die Gesamtkosten für die Sanierung liegen bei 2,66 Millionen Euro. Unter anderem werden das Umkleide- und Sanitärgebäude sowie der Aufsichtscontainer abgerissen. Diese werden durch Neubauten mit Holzfassade und Pultdach ersetzt. Die Folienauskleidung des großen Kombibeckens wird ebenso wie die Badewasseraufbereitung erneuert. Die vorhandene, schmale Rutsche wird durch eine familienfreundliche, 13 Meter lange Breitwellenrutsche ersetzt. Für den Spaß im Becken werden Massagedüsen, Bodenbrodler, eine Nackendusche und ein Wasserfall installiert. Für Barrierefreiheit sorgt ein neuer mobiler Lift. Das Aufsichtsgebäude wird neu errichtet und erhält einen Erste-Hilfe-Raum. Weiter wird ein neues Eltern-Kind-Gebäude mit sanitären Anlagen am Eltern-Kind-Becken errichtet, so dass die Wege mit den Kleinen zu den Toiletten nicht mehr so lang sind.