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Inventur: Zählen, messen, wiegen

Das vier Wochen alte Poitou-Esel-Mädchen „Friederike“ wird von Alexandra Urban und Jens Pradel gemessen (Foto: Wildpark/Thomas Ix)

Tierbestand im Wildpark Lüneburger Heide bleibt nahezu konstant / „Die Dicke“ hat abgenommen

as. Nindorf. Wenn sich die Tierpfleger im Wildpark Lüneburger Heide mit Zollstock, Waage und Notizblock ihren Schützlingen nähern, ist es wieder Zeit für die Inventur. Vom Tiger bis zur Gespenstschrecke wird zu Jahresbeginn der Tierbestand im Park auf den aktuellen Stand gebracht.
Dabei werden die Tiere nicht nur gezählt, sondern auch ihr Entwicklungsstand gemessen und erfasst. Leguan „Herr Herrmann“ genießt sichtlich, wie Alexandra Urban, Leiterin der Tierpflege im Wildpark, ihm beim Messen den Hals krault. Der Leguan ist vom Kopf bis zur Schwanzspitze 100 Zentimeter lang, genau wie im Vorjahr. „Herr Herrmann“ scheint damit ausgewachsen zu sein.
Neben dem Vermessen steht für die Wildpark-Schützlinge auch das Wiegen auf dem Programm. Die maurische Schildkröte, die von den Pflegern aufgrund ihres Übergewichts nur „Die Dicke“ genannt wird, mag das gar nicht. Als sie auf die Waage gesetzt wird, signalisiert sie mit wildem Rudern der Beine ihren Protest gegen das Prozedere. Dabei hat sie nichts zu befürchten: Die Diät im letzten Jahr war erfolgreich, „Die Dicke“ hat abgenommen. Jetzt müssen sich die Pfleger einen anderen Namen für sie überlegen.
Mit 144 Tierarten mit 1.223 Einzeltieren bleibt der Tierbestand im Wildpark im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant.