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Motorradgottesdienst in Hanstedt war wieder ein Erfolg

Pastor Georg Buhr inmitten einiger Biker
bim. Hanstedt. Flotte Musik, eine etwas unkonventionelle Predigt und Motorengeräusche - der Motorradgottesdienst auf dem „Alten Geidenhof“ in Hanstedt hat wahrlich ein besonderes Flair. Die Mitglieder des MC Heidefüchse aus Quarrendorf richteten die gelungene Veranstaltung mit Pastor Georg Buhr zum neunten Mal aus und begrüßten rund 70 Biker sowie zahlreiche weitere Teilnehmer.
„Ich unterbreche jetzt diesen Gottesdienst mit einer Predigt“, kündigte Georg Buhr an. Denn um „Unterbrechungen“ von immer gleichen Abläufen und im Alltag ging es darin. „Es gibt so viel Routine in unserem Leben. Routine schafft Sicherheit, kann aber auch ermüdend sein. Deshalb ist es gut, wenn sie manchmal unterbrochen wird“, so Buhr.
„Wir unterbrechen heute auch unseren Alltag. Setzt Euch aufs Motorrad und lasst die Maschine für Euch arbeiten“, sagte Buhr zu den Bikern.
Ein „Unterbrechungskontakt“ sei früher auch wichtiger Bestandteil der Otto-Motoren gewesen, er wurde durch die heutige Elektronik überflüssig. „Unsere technologisierte Welt braucht keine Unterbrechungen mehr, oder?“ fragte Buhr.
Im Verkehr gebe es dafür rote Ampeln. Wenn er mit dem Rad an einer roten Ampel stehe, beobachte er die Menschen und frage sich, ob sie auf dem Weg zur Arbeit oder nach Hause zur Familie sind und wer als erster bei Grün wegkommt. Einmal sah er einen Harley-Fahrer, der beim Anfahren natürlich die Nase vorn hatte. Vielmehr beeindruckte Georg Buhr aber der Blick des Bikers in dem Moment, der Freude am Leben ausdrückte. Ein ebenso gutes Gefühl wünschte er den Bikern und dass sie mit ihren Maschinen vertraut sind, deren Stärke kennen und zugleich um deren Grenzen wüssten.
Auch die Bibel sei voll an Beispielen. Etwa bei Moses, der in der Steppe tagein, tagaus die Schafe hütet. Diese Eintönigkeit wird unterbrochen, als Gott aus einem brennenden Dornbusch zu ihm spricht und er zum Anführer des Volkes Israel wird. Buhrs Fazit: „Unterbrechungen machen das Leben interessant und lebenswert.“
Zum Abschluss wünschte der Pastor den Bikern, dass sie keine Zündaussetzer haben und alle wieder heil ankommen. Denn nach dem Gottesdienst starteten die Biker zu einer Motorrad-Tour durch die Nordheide.
Mit belegten Brötchen, Würstchen und selbst gemachtem Kartoffelsalat sowie Kuchen sorgten die Damen der Heidefüchse dafür, dass niemand hungrig blieb.