Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Selbstlos und voller Hoffnung: Nina Vogt will mit Kinderfest ihren Ponyhof retten

Nina Vogt kämpft mit allen Mitteln um den Erhalt ihres Hofes in Brackel (Foto: Nina Vogt)
 

Nina Vogt ist aufgeregt. Am Samstag, 6. Juni, findet auf ihrem Ponyhof in Brackel ein Kinderfest statt. Jungen und Mädchen dürfen kostenlos reiten und Spaß beim Spielen haben. "Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass so ein Veranstaltungsbesuch für eine Familie nicht günstig ist", sagt die dreifache Mutter. Deshalb können die Besucher selbst entscheiden, wie viel ihnen der Tag wert ist. So selbstlos das Engagement von Nina Vogt ist, so ernst ist der Hintergrund. Ihr Mann lag nach einer schweren Operation fast einen Monat im Koma. Er ist jetzt auf dem Weg der Besserung. Mit dem Fest hofft die couragierte Frau, genug Geld zu sammeln, um ihren Ponyhof am Leben zu halten.

mum. Brackel. „Das Leben ist kein Ponyhof, aber der Ponyhof ist unser Leben“, sagt Nina Vogt (39). Die Inhaberin des gleichnamigen Ponyhofs in Brackel (Bahnhofstraße 29) ist gezeichnet von Schicksalsschlägen. Doch ans Aufgeben denkt sie nicht - noch nicht. Mit einem großen Kinderfest am heutigen Samstag, 6. Juni, zwischen 15 und 19 Uhr soll dringend benötigtes Geld gesammelt werden, um den Hof am Leben zu halten. Wichtiger noch: Sie will ihrem Mann Claus (42) und den Kindern Greta (9), Rosa (3) und Theo (5 Monate) das Zuhause bewahren.
Das erste Unglück ereilte die Vogts Anfang 2009. Nach einem Brand stand die Familie fast vor dem Aus (wir berichteten). „Dank der Unterstützung der WOCHENBLATT-Leser, der Familie und Freunden ging es dennoch weiter“, erinnert sich Nina Vogt. Im vorigen Jahr traf der wohl schlimmste Schicksalsschlag die Familie. „Mein Mann Claus erkrankte an Darmkrebs und musste mehrfach operiert werden“, so Nina Vogt. Einen Tag vor dem Eingriff kam Theo, der dritte Sohn der Familie, zur Welt. „Claus freute sich sehr über die Geburt des Kleinen“, so Nina Vogt. Doch seine OP sei schief gelaufen. Weil eine Vene an der Pfortader riss, musste er in ein künstliches Koma versetzt werden - ganze 27 Tage. In dieser Zeit wurde er mehrfach operiert. Nierenversagen und eine Blutvergiftung verhinderten eine rasche Genesung. „Claus litt unter vielen Komplikation“, erinnert sich Nina Vogt. „Er überlebte nur knapp, verlor so viel Muskelmasse, dass es wohl noch sehr lange dauern wird, bis er ein normales Leben führen kann.“ An eine Reha sei auch jetzt noch nicht zu denken. „Die Ärzte sagen, er sei dazu einfach noch zu schwach.“
Seit der schweren Erkrankung ihres Mannes führt Nina Vogt den Hof allein. Für eine dreifache Mutter keine leichte Aufgabe. Zumal es auch hier immer wieder Rückschläge gab. „Erst neulich wurde mir in Hanstedt im Rathaus gesagt, dass ich doch Land verkaufen soll oder die Ponys“, berichtet Nina Vogt. „Aber das ist doch unsere Existenzgrundlage. Wenn mein Mann wieder gesund ist, werden wir vom Ponyhof leben können“, ist sich die 39-Jährige sicher.
Mit einem Kinderfest hofft die couragierte Frau nun, etwas Geld in die Kasse zu bekommen. Am Samstag gibt es auf dem Hof jede Menge Aktionen. Geplant sind unter anderem lustige Ponyspiele und natürlich darf auch geritten werden. Alle Aktionen sind gratis. „Als Mutter von drei Kindern weiß ich, dass es finanziell nicht einfach ist, so ein Fest mit der ganzen Familie zu besuchen“, so Nina Vogt. Wer möchte und etwas übrig hat, soll einfach etwas in den Spartopf stecken, der am Kaffee- und Kuchenstand steht!
Es wird übrigens auch einen Flohmarkt geben, wo Pferde, Reiter- und Kindersachen angeboten werden. Aber auch Schätze aus Hof und Haushalt werden verkauft. Kurzentschlossene können dort gern noch einen eigenen Stand aufbauen. Anmeldungen nimmt Nina Vogt unter der Nummer 0162 -1871471 entgegen.
• Mehr Informationen unter www.hof-vogt.de.