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Unterwegs im hohen Norden

Bizarre Eiswelten: Peter Fabel war mit dem Kajak schon mehrfach in Grönland unterwegs und hat faszinierende Fotos mitgebracht (Foto: Peter Fabel)

Fotojournalist Peter Fabel aus Schätzendorf fängt auf seinen Reisen faszinierende Eindrücke ein

kb. Schätzendorf. Feuerspuckende Vulkane auf Island, eisige Landschaften in Sibirien, die unendliche Weite der Mongolei: Wenn Fotojournalist Peter Fabel (45) aus Schätzendorf (Samtgemeinde Hanstedt) durch die Länder im hohen Norden reist, hat er stets den Finger am Auslöser. Mit seiner Kamera hält er faszinierende Eindrücke von Landschaften, Menschen und Tieren fest. Ein Beruf, um den er von vielen beneidet wird. "Aber das ist harte Arbeit", so Fabel. Denn nur von den spannenden, aber oft auch anstrengenden Reisen - Fabel hat immer rund 14 Kilo Kameraausrüstung dabei - ist der Kühlschrank noch nicht gefüllt. Peter Fabel fährt zu rund 80 Vorträgen im Jahr - von Kiel bis Basel. Außerdem veröffentlicht er Bücher und hat gemeinsam mit dem NDR Filme gedreht.
Seine Begeisterung für das Reisen wurde Peter Fabel in die Wiege gelegt. Dennoch schlug der gebürtige Hamburger zunächst einen anderen Weg ein und wurde Offizier bei der Bundeswehr. Nachdem er 1989 zum ersten Mal privat nach Island und ein Jahr später nach Grönland gereist war, stand für Fabel jedoch fest. "Das will ich beruflich machen". Inzwischen reist der Schätzendorfer ein bis zwei Mal im Jahr durch den Norden, im Schnitt ist er zwischen zwei und acht Wochen, manchmal aber auch mehrere Monate unterwegs. Dabei zieht es ihn vor allem nach Grönland und Lappland, in die Mongolei und nach Island. Wenn es zeitlich passt, begleitet ihn seine Lebensgefährtin Mareike bei den Touren.
Die Welt, die sich Peter Fabel auf seinen Abenteuern eröffnet, hat mit dem Alltag in Deutschland nur wenig zu tun. Die weite Landschaft, die oft unberührte Natur, das Klima stellen die Menschen vor besondere Herausforderungen, verlangen Flexibilität und Gelassenheit. Durch seine vielen Reisen haben sich inzwischen viele Freundschaften entwickelt. "Am Anfang hat mich vor allem die Natur fasziniert, inzwischen sind es die Menschen und ihre Geschichten" erzählt Peter Fabel. Neben der Fähigkeit, einfach auch mal in den Tag hinein zu leben, haben sie ihn daran erinnert, sich auch über die kleinen Dinge zu freuen. Begeistert ist Fabel von der Offenheit, die ihm überall auf seinen Reisen begegnet. "Die Menschen freuen sich unheimlich, dass ich von ihnen und ihrer Kultur berichte", erzählt der Journalist.
Obwohl er schon unglaublich viel erlebt und auch gefährliche Situationen überstanden hat - einmal brach er mit einem Hundeschlitten im Eis ein, ein anderes Mal begegnete er im Kajak einem wütenden Walross - die Ideen für weitere Abenteuer gehen Peter Fabel nicht aus. Sein Traum: Eine Kajaktour auf einem großen russischen Strom.