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"Die Stimmung war angenehm"

In das Hotel "Heidelust" in Wesel sollen im Lauf des Jahres bis zu 50 Flüchtlinge einziehen

Unterkunft für bis zu 50 Asylbewerber in Wesel / Mehr als 200 Teilnehmer bei Info-Veranstaltung.

mum. Undeloh-Wesel. Da mussten selbst die alten Weseler überlegen, wann ihre "Heidehalle" so gut besucht war. Mehr als 200 Bürger kamen am Dienstag nach Wesel (Samtgemeinde Hanstedt), um sich dort von Landkreis, Samtgemeinde und Gemeinde über die Pläne informieren zu lassen, in Teilen des Hotels "Heidelust" etwa 50 Flüchtlingen unterzubringen.
"Die Atmosphäre war sehr angenehm" lobte Samtgemeinde-Bürgermeister Olaf Muus die Teilnehmer. Nach der Begrüßung durch Albert Homann (Bürgermeister der Gemeinde Undeloh), informierten Muus und Thorsten Völker (Leiter der Abteilung Migration beim Landkreis Harburg) über die aktuelle Situation der Flüchtlingsunterbringung und -betreuung im Landkreis Harburg und in der Samtgemeinde Hanstedt. Im Anschluss entwickelte sich eine intensive Diskussion mit den Bürgern. Diese war durchaus geprägt von einer Unsicherheit, was dies für den kleinen Heideort mit weniger 500 Einwohner bedeuten wird. "Andererseits gab es aber auch viele zuversichtliche Stimmen, dass man vor Ort eine stabile und engagierte Dorfgemeinschaft habe, die dies schaffen werde", so Muus.
Eine kleine Gruppe von Bürgern hatte sich bereits im Vorfeld zusammengefunden, um sich vor Ort für die neuen Nachbarn zu engagieren. Hierzu gab es schon an dem Abend Unterstützungsangebote aus der benachbarten Gemeinde Handeloh (Samtgemeinde Tostedt). Ebenso sicherte Muus seine Unterstützung zu. "Unser bestehendes Netzwerk in der Samtgemeinde wird auch Wesel beim Aufbau der Strukturen helfen." Deutliches Zeichen hierfür waren die vielen Anwesenden ehrenamtlich Engagierten aus den anderen Gemeinden der Samtgemeinde Hanstedt. Muus Fazit lautet: "Eine tolle Beteiligung der Bürger und eine offene sowie faire Diskussion, auf die sich aufbauen lässt, wenn die Unterkunft eröffnet wird."
Wann dies sein wird, steht derzeit noch nicht fest. Wohl aber, dass der Landkreis das gesamte Hotel anmieten wird. Wer die Unterkunft betreiben wird, soll im Zuge einer Ausschreibung ermittelt werden. Zuletzt hatte "Human Care" stets den Zuschlag für vergleichbare Einrichtungen im Landkreis bekommen.
In den letzten Tagen hatte es auch Gerüchte gegeben, dass das Restaurant des Hotels weiterhin geöffnet bleibt. "Das ist jedoch nicht der Fall", so Muus auf WOCHENBLATT-Nachfrage. Im Gespräch sei jedoch, dass die Dorfgemeinschaft weiterhin einen Raum für Treffen nutzen kann.