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„Ein Erfolg der engagierten Bürger“

Bundestagsabgeordnete Dr. Julia Verlinden (Foto: archiv)

Grünen-Politikerin Dr. Julia Verlinden lobt Gasunie-Vorschlag.

mum. Brackel. Der Erfolg hat viele Väter - das gilt auch für die geplante Gasverdichterstation nahe der Autobahn 7 - unweit der Abfahrt Thieshope - bei Brackel. Am Samstag hatte das WOCHENBLATT exklusiv berichtet, dass Gasunie Deutschland plant, die Anlage mit einem Elektro-, statt mit einem Gas-Antrieb betreiben zu wollen. „Uns ist es wichtig, gemeinsam mit den Bürgern eine Lösung zu finden und nicht gegeneinander zu arbeiten“, hatte Gasunie-Sprecher Dr. Philipp von Bergmann-Korn gesagt. Bereits zwei Tage später freut sich Grünen-Bundestagsabgeordnete Dr. Julia Verlinden via Pressemitteilung über diese Entscheidung. Es sei richtig, dass Gasunie für die Verdichterstation in Brackel auf einen elektrischen Antrieb statt auf Gas setze. „Das ist ein erster Erfolg für die engagierten Bürger vor Ort. So können Belastungen durch Luftschadstoffe für die Anwohner und die Umwelt vermindert werden“, so die Sprecherin für Energiepolitik. Für den Klimaschutz sei entscheidend, dass der Strom für den Antrieb aus erneuerbaren Quellen stammt. „Das muss Gasunie sicherstellen, wenn es dem Unternehmen mit dem Klimaschutz ernst ist. Wenn wir die Klimaziele von Paris erreichen wollen, müssen wir mittelfristig nicht nur auf Kohle und Erdöl, sondern auch auf Erdgas verzichten.“ Verlinden weiter: „Wir werden Teile des Gasnetzes in Deutschland allerdings auch für die Erneuerbaren Energien brauchen, zum Beispiel für die Nutzung von ‚Power to Gas‘, also erneuerbarer Strom, der in Wasserstoff oder Methan umgewandelt wird, und für den Transport von Biogas.“ Deswegen müsse der Gasnetzentwicklungsplan, der auch die Verdichterstation in Brackel einplant, kritisch daraufhin geprüft werden, wie die Infrastruktur für Gas in den kommenden Jahrzehnten angepasst werden muss, „wenn wir die Klimaziele einhalten und uns zunehmend mit Erneuerbaren Energien versorgen wollen“.

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