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„Ganztag“ immer beliebter - Samtgemeinde-SPD diskutiert mit Eltern und Lehrer über Grundschul-Optionen

Diskutierten über die Ganztagsschule (v. li.): Elternvertreterin Stefanie Kaniewski, Schulleiter Christian Kind, Moderator Jens-Rainer Ahrens, Schulleiter Rolf André und Verwaltungschef Olaf Muus (Foto: SPD Hanstedt)
mum. Hanstedt. „Ganztagsgrundschulen in der Samtgemeinde Hanstedt“ - unter diesem Motto stand der Themenabend der Hanstedter SPD. Dietmar Kneupper, Fraktionsvorsitzender im Samtgemeinderat, begrüßte die zahlreich erschienen Gäste. Als Experten nahmen an dem Gespräch Christian Kind (Grundschule Brackel) und Rolf André (Grundschule Maschen), Stefanie Kaniewski (Elternvertreterin aus Brackel) und Samtgemeinde-Bürgermeister Olaf Muus teil. Moderator Jens-Rainer Ahrens (SPD-Kreistagsmitglied) wies zu Beginn darauf hin, dass bereits die Hälfte aller Grundschulen in Niedersachsen Ganztagsangebote anbieten. Nun gelte es, diese Angebote behutsam auszubauen und weiterzuentwickeln.
Darin waren sich auch Christian Kind und Rolf André einig: Im Hauruckverfahren lasse sich der „Offene Ganztag“ nicht einführen. Es gelte, Schule, Eltern und Schulträger in einem gemeinsamen Prozess einzubinden. Dass dieser Weg erfolgreich sei, machen die Zahlen deutlich: So nutzen sowohl in Brackel als auch in Maschen 81 Prozent aller Kinder das Ganztagsangebot. „Die Akzeptanz ist groß, die Anmeldezahlen sind steigend“, so André.
Christian Kind stellte die unterschiedlichen Formen der Ganztagsbetreuung an den Beginn seines Referates. Die größten Realisierungschancen sehe er bei der Offenen Ganztagsschule. Das Ganztagsangebot ist für die Eltern kostenfrei, es entstehen lediglich Verpflegungskosten und Ausgaben für bestimmte Bastelmaterialien.
Beide Schulen bieten den Ganztagskindern nach der Hausaufgabenbetreuung attraktive Angebote von außerschulischen Kooperationspartnern an. Dabei spielen Bewegung, Tanz, Musik, Entspannung und Kreativangebote eine große Rolle. An der Grundschule Maschen gibt es zwischen 16 und 17 Uhr bei Bedarf eine sogenannte Spätbetreuung, für die eine geringe Gebühr erhoben wird.
Elternvertreterin Stefanie Kaniewski zeigte sich begeistert von der Offenen Ganztagsschule in Brackel: „Sie ist für berufstätige Eltern Gold wert!“ Auch sei eine Frühbetreuung für die Eltern sehr wichtig. Verwaltungschef Olaf Muus ging auf die Zuständigkeiten und damit verbundenen Kosten für den Schulträger ebenso ein wie auf die Antragsstellung für einen Ganztagsbetrieb. „Die Initialzündung sollte aus den Schulen kommen“, so Muus.
„Elternwille und die Wünsche der Schule sind für unser politisches Handeln entscheidend“, so Dietmar Kneupper. „Eine gute Ganztagsschule kann die Bildungschancen von Kindern deutlich verbessern.“