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„Grundsätzlich war es ein gutes Jahr!“

Verwaltungschef Olaf Muus
 
So war es im August (v. li.): Henning Schamlott, Ewald Maack, Annette Padberg, Olaf Muus, Holger Meins und Gerhard Schierhorn freuten sich über den Spatenstich. Im Oktober wurde der Radweg zwischen Brackel und Quarrendorf eingeweiht (Foto: Samtgemeinde Hanstedt)

Hanstedts Verwaltungschef Olaf Muus spricht über Flüchtlinge, Investitionen und erfolgreiche Bürgerbeteiligung.

mum. Hanstedt. Der Jahreswechsel ist traditionell die Zeit für ein Fazit. Das gilt auch für Hanstedts Samtgemeinde-Bürgermeister Olaf Muus.
• Finanzen:
„Die Samtgemeinde Hanstedt hat grundsätzlich wieder ein gutes Jahr hinter sich. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind positiv, so dass eine Vielzahl von Projekten verwirklicht werden konnte. Betrachtet man die Pro-Kopf-Verschuldung, ist diese aufgrund der erheblichen Investitionen im Bildungsbereich deutlich gestiegen. Von 196 Euro (2010), 147 Euro (2014) auf 210 Euro (2015). Für die kommenden Jahre stehen mit dem Neubau der Grundschule Egestorf und der Sanierung des Waldbades Hanstedt zwei Millionenprojekte an. Leider halten auch nach wie vor die Erstattungen von Bund und Land nicht in gleicher Weise mit den Kostensteigerungen in den Bereichen Krippe, Kindergarten und Schule Schritt. Dies führt dazu, dass wir im Rahmen der Beratungen zum Haushalt 2016/17 gezwungen sind, uns neben den eigenen Hausaufgaben (Einsparpotentiale erschließen), leider erneut mit dem Thema Erhöhung der Samtgemeindeumlage beschäftigen müssen.“
• Neubürger
„Sehr positiv ist festzustellen, dass wir viele Neubürger begrüßen konnten. Die Neubaugebiete in Brackel, Hanstedt und Egestorf sind weitestgehend abverkauft und viele Objekte sind bereits fertiggestellt. Aus diesem Grund laufen bereits Planungen für die Entwicklung neuer Flächen in Asendorf, Egestorf und Hanstedt.“
• Neue Gewerbeflächen:
„Ebenso positiv gestaltet sich der Flächenabverkauf in den Gewerbegebieten Egestorf, Hanstedt und Marxen. Es sind zwar noch Flächen verfügbar, perspektivisch müssen wir diese Entwicklung aber im Auge behalten.“
• Kooperationen
„Die Sanierung der Ortsdurchfahrt Schierhorn wird gemeinsam mit dem Landkreis Harburg durchgeführt und konnte bereits zu 2/3 fertiggestellt werden. Durch die sehr guten bauausführenden Unternehmen und das Engagement der örtlichen Gemeinschaft in Schierhorn, verlief diese große Baumaßnahme bisher fast störungsfrei. Im Frühjahr 2016 soll dann das letzte Drittel fertiggestellt werden.
Quasi ein Jahrhundertereignis war die Fertigstellung des Radweges Brackel-Quarrendorf, der gemeinsam von der Landesstraßenbehörde und den Gemeinden Brackel und Hanstedt hergestellt wurde.“
• Wofür wurde 2015 Geld ausgegeben?
„Konkrete Maßnahmen waren im Bereich der Bildung, der An- und Umbau des Kinderspielkreises Schierhorn zu einer kleinen Kindertagesstätte (etwa 500.000 Euro) und die Renovierung des Küchen- und Sanitärbereiches des Kindergartens Marxen (etwa 30.000 Euro). In den Brandschutz und somit in die Sicherheit der Bevölkerung wurde ebenfalls investiert, so wurde ein neuer Einsatzleitwagen für die Samtgemeinde Hanstedt (etwa 150.000 Euro) beschafft und der Auftrag für ein neues Tragspritzen-Fahrzeug für die Feuerwehr Wesel (etwa 120.000 €) erteilt.
• Unterbringung von Flüchtlingen
„Glücklicherweise haben sich die Samtgemeinde und die Mitgliedsgemeinden frühzeitig auf den Weg gemacht, um Unterbringungsmöglichkeiten zu schaffen und ein Helfernetzwerk zu bilden. Dies ist bisher sehr gut gelungen. In 2015 sind Unterkünfte in Asendorf, Egestorf, Hanstedt und Marxen entstanden. Im Vorfeld hat es jeweils eine breite Öffentlichkeitsbeteiligung. In diesen Unterkünften wurden über das Jahr verteilt mehr als 300 Menschen untergebracht - zurzeit leben etwa 260 in Flüchtlinge in den Einrichtungen. Sie werden von mehr als 300 Helfern betreut.“
• Dialogforum-Schiene-Nord
„Mit großer Skepsis vieler Beteiligter startete das Dialogforum-Schiene-Nord zu Beginn diesen Jahres. Umso schöner ist es, gerade für die Samtgemeinde, ursprünglich betroffen von drei möglichen Trassenvarianten, dass das Forum im November mit sehr klaren Aussagen seitens Bund, Land und Deutscher Bahn zu Ende gegangen ist und sich mit der Alpha-Variante eine Lösung abzeichnet, die die Samtgemeinde nicht mit Baumaßnahmen belastet. Zu diesem Erfolg haben maßgeblich auch die drei Bürgerinitiativen in Brackel, Egestorf/Evendorf und Marxen beigetragen.“