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Gutachterverfahren: Hanstedt folgt Buchholz

mum. Hanstedt/Egestorf. Nimmt sich die Samtgemeinde Hanstedt jetzt Buchholz zum Vorbild? „Leider“, so befürchten viele, könnte es so kommen, wenn die Mitglieder des Bildungsausschusses der Samtgemeinde am Donnerstag, 5. September, ab 19 Uhr im „Alten Geidenhof“ (Buchholzer Straße 1) nicht ihr Veto einlegen. Offensichtlich will die Verwaltung beim geplanten Neubau der Grundschule Egestorf das so genannte Gutachterverfahren anwenden. In den Unterlagen heißt es, das Hamburger Stadtplanungsbüro Claussen-Seggelke habe dies für den Neubau der Turnhalle der Mühlenschule in Holm-Seppensen angewendet und damit eine transparente Vergabe von öffentlichen Bauaufträgen ermöglicht.
In Buchholz steht das Verfahren allerdings aufgrund der deutlich höheren Kosten in der Kritik. Und auch in Hanstedt gibt es das Verfahren nicht zum Nulltarif: Die Extra-Kosten für die Begleitung durch das Planungsbüro liegen laut Verwaltung bei 15.000 Euro. Insgesamt rechnet die Gemeinde mit Mehrkosten in Höhe von 30.000 Euro.
In dem Gutachterverfahren, bei dem es sich um einen ergebnisoffenen Wettbewerb handelt, können planungsrechtliche Vorgaben wie Energieeffizienz oder Inklusion berücksichtigt werden. Für die teilnehmenden Architekten werden Bearbeitungshonorare ausgelobt. Es folgt ein Abstimmungsprozess mit Fachleuten und politischen Vertretern.