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Lob von der Ministerin

Dr. Barbara Hendricks (2. v. re.) überreichte gemeinsam mit SPD-Landtagsabgeordneter Andrea Schröder-Ehlers (li.) und Bundestagsabgeordneter Svenja Stadler den Förderbescheid an Olaf Muus
 
Die Komplett-Sanierung des Hanstedter Waldbads kostet 2,65 Millionen Euro. Vom Bund gibt es Fördermittel in Höhe von 1,2 Millionen Euro dazu

Dr. Barbara Hendricks gratulierte Hanstedt zu den Sanierungsplänen des Waldbads.

mum. Hanstedt. Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks (SPD) genoss sichtlich die Abwechslung. Im Hanstedter Rathaus musste sie keine kritischen Fragen zum Diesel-Abgasskandal beantworten. Samtgemeinde-Bürgermeister Olaf Muus hieß Hendricks herzlich willkommen. Er hatte auch allen Grund dazu, denn die Ministerin hatte einen Förderbescheid in Höhe von 1,2 Millionen Euro in der Tasche. Erst dank dieser Bundesmittel ist es der Gemeinde möglich, das alte Waldbad (Baujahr 1972) umfassend zu sanieren (das WOCHENBLATT berichtete). „Ich beglückwünsche die Gemeinde zu diesem guten Sanierungskonzept“, so die Ministerin.
Die Nachricht über die Förderungszusage ist ein alter Hut. Bereits im Februar 2016 erhielt Muus Nachricht aus Berlin, dass Hanstedt in das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ aufgenommen worden war. Das Ministerium hatte ein Förderprogramm zur Sanierung kommunaler Einrichtungen mit 140 Millionen Euro bereitgestellt. Insgesamt gingen fast 1.000 Projektvorschläge mit einem Antragsvolumen von rund zwei Milliarden Euro ein, wovon bundesweit 56 ausgewählt wurden.
„Glücklicherweise hatte der Arbeitskreis Waldbad bereits einen ersten Entwurf entwickelt, aus dem dann ein Konzept für das Förderprogramm zugeschnitten wurde“, so Muus. Im Vordergrund stand dabei die Idee, den Charme des Waldbades zu erhalten, dabei aber das Bad für alle Generationen noch attraktiver zu gestalten. Er geht von Gesamtkosten in Höhe von 2,65 Millionen Euro aus. Muus nutzte den Besuch der Ministerin auch für Kritik: „Zwischen Veröffentlichung und Einsendeschluss der Ausschreibung lagen nur vier Wochen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass in so kurzer Zeit viele Gemeinden eine erfolgreiche Bewerbung realisieren können.“
„Mit der Förderung kann die Samtgemeinde die angestrebten sozial-integrativen Ziele sowie die energetischen Maßnahmen gut umsetzen und das Waldbad als wichtige Kultur- und Freizeitstätte erhalten“, freute sich SPD-Bundestagsabgeordnete Svenja Stadler über die Zusage. Sie hatte sich in Berlin für das Projekt eingesetzt hat.
Am 11. September beginnen nun die umfangreichen Arbeiten, die im Sommer 2018 abgeschlossen sein sollen: Das Umkleide- und Sanitärgebäude sowie der Aufsichtscontainer werden abgerissen. Diese werden durch Neubauten mit Holzfassade und Pultdach ersetzt. Die Folienauskleidung des großen Kombibeckens wird ebenso wie die Badewasseraufbereitung erneuert. Die vorhandene, schmale Rutsche wird durch eine familienfreundliche, 13 Meter lange Breitwellenrutsche ersetzt. Für den Spaß im Becken werden Massagedüsen, Bodenbrodler, eine Nackendusche und ein Wasserfall installiert. Am Beckenrand lädt ein Sonnendeck zum Entspannen ein. Außerdem wird die Sprunganlage erneuert. Für Barrierefreiheit sorgt ein neuer mobiler Lift. Das Aufsichtsgebäude wird neu errichtet und erhält einen Erste-Hilfe-Raum. Weiter wird ein neues Eltern-Kind-Gebäude mit sanitären Anlagen am Eltern-Kind-Becken errichtet, so dass die Wege mit den Kleinen zu den Toiletten nicht mehr so lang sind. Auch die Außenanlagen erhalten eine Auffrischung, die das Bad fit für die Zukunft machen wird. Verwaltungschef Muus betonte, dass das Waldbad nicht nur für Hanstedt von Bedeutung ist. Das Bad sei Trainingsort für die DLRG, MTV Hanstedt und des Schwimmclubs Seevetal. Außerdem finden dort Kreis- und Jahrgangsmeisterschaften statt. "Dazu kommen preiswerte Angebote zum Freizeit-, Gesundheitsschwimmen und Wassersport."