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Unfallschwerpunkt Asendorf: SPD fordert Tempolimit bereits ab dem Ortsende

Wieder ein Unfall: Bei einem schweren Verkehrsunfall Mitte Januar kollidierten auf der L 213 bei Asendorf drei Fahrzeuge. Es gab vier Verletzte (Foto: Pressestelle Feuerwehr Samtgemeinde Hanstedt)
mum. Asendorf. Immer wieder kommt es auf der Landesstraße 213 zwischen Asendorf und Hanstedt zu schweren Unfällen. Die Behörden reagierten mit einem Tempolimit (70 Stundenkilometer). Zusätzlich wurde ein Hinweis auf Unfallgefahr, verbunden mit dem Warnzeichen „Kurve“ aufgestellt. Dennoch gab es 2016 zwei weitere Unfälle - jeweils ohne Verletzte. Bei einer Kollision Mitte Januar wurden mehrere Personen verletzt. Davor habe es in drei Jahren sieben Unfälle gegeben“, bestätigte Frank Waldhaus, Verkehrssachbearbeiter der Polizeiinspektion Harburg. Laut Anwohner Uwe Meyer waren es sogar noch mehr Unfälle, bei der die Polizei aber nicht jedes Mal involviert war, weil die Unfallbeteiligten sich untereinander einigten. Das nimmt Dr. Manfred Lohr (SPD) zum Anlass, neue Maßnahmen zu fordern. „Die Geschwindigkeitsbegrenzung hat offensichtlich nicht viel bewirkt“, so Lohr. „Die Gefahrenstelle reizt zu zwei gefährlichen Manövern“, so Lohr. „Zum einen wird die Kurve gern ‚geschnitten‘, zum anderen werden häufig - und dies trotz Tempolimits - überhöhte Geschwindigkeiten gefahren.“ Noch gefährlicher sei die Kurve bei Dunkelheit oder tiefstehender Sonne.
Lohr ist davon überzeugt, dass die Gefahrensituation bereits am Ortsausgang von Asendorf Richtung Hanstedt beginnt: „Auto- und im Sommer besonders Motorradfahrer nutzen die freie Ortsausfahrt, um ‚aufzudrehen‘ - nicht selten werden bereits am Ortsausgang bereits 80 Stundenkilometer erreicht.“ Die Sicherheit der im Ort wohnenden Menschen müsse Priorität haben. Lohr weist auf das Neubaugebiet hin. „Die Hauptzu- und -ausfahrt wird der ‚Grüne Weg‘ am Ortsausgang sein. Dort werden auch Fußgänger, insbesondere Kinder, die Durchgangsstraße überqueren müssen, um etwa zum Schulbus zu gelangen.“
Die SPD fordert daher die Anbringung eines Fahrbahnteilers (dies gilt genauso am anderen Ortsende in Richtung Jesteburg) und die Geschwindigkeitsbegrenzung bereits ab dem Ortsende Asendorf Richtung Hanstedt.
Gegen ein weiteres Tempolimit spricht sich die Polizei aus. „Der Kurvenbereich wird nach wie vor als Unfallhäufungsstelle eingestuft“, sagt Polizei-Sprecher Jan Krüger. „Der deutlich beschilderte Hinweis auf eine Gefahrenstelle in Verbindung mit dem Tempolimit scheint für die meisten Verkehrsteilnehmer ausreichend zu sein. Eine abschließende Bewertung ist allerdings erst nach einem längeren Zeitraum möglich.“ Wie bei allen Gefahrstellenhinweisen im öffentlichen Verkehrsraum sei der Erfolg jedoch von der Einsicht und Mitwirkung der Verkehrsteilnehmer abhängig. Der gesamte übrige Straßenverlauf zwischen Asendorf und Hanstedt sei laut Krüger unauffällig. „Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf ganzer Länge ist aus polizeilicher Sicht nicht erforderlich.“

Mehr Sicherheit für Kinder

SPD macht sich für Teilnfahme am Modellversuch „Tempo 30“ des Landes Niedersachsen stark

mum. Hanstedt. Mit dem Thema „Verkehrskonzept für die Samtgemeinde Hanstedt“ beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe innerhalb des SPD-Ortsvereins. Nun liegen erste Ergebnisse vor. „Als Basis für unsere Vorgehensweise haben wir Grundsätze erarbeitet, die bereits zu konkreten Anträgen an den Samtgemeinderat geführt haben“, erläutert der SPD-Vorsitzende Dr. Manfred Lohr. So mache sich die SPD dafür stark, dass an der Krippe in Asendorf sowie am Kinderspielkreis Quarrendorf und an der Krippe beziehungsweise dem Kindergarten Schätzendorf Geschwindigkeitsbegrenzungen von 30 km/h eingerichtet werden. „Die rechtlichen Voraussetzungen dafür sind gegeben“, so Dietmar Kneupper. Er ist Fraktionsvorsitzender der SPD im Samtgemeinderat. Es gehe hier um Maßnahmen der Verkehrssicherheit zum Schutz von Eltern und Kindern.
„Außerdem wollen wir die Teilnahme am Modellversuch ‚Tempo 30‘ des Landes Niedersachsen“, sagt Kreistagsmitglied Elisabeth Brinkmann. Die SPD fordere in einem Antrag die Samtgemeinde-Verwaltung auf, alle erforderlichen Schritte zu unternehmen, um mit dem Ortsteil Quarrendorf beim Modellversuch des Landes dabei zu sein. „Dieser Modellversuch bietet die Möglichkeit, die Lebens- und Wohnqualität und Sicherheit der Menschen durch geeignete Gestaltungsmaßnahmen der Verkehrssituation zu hinterfragen. Der Ortsteil Quarrendorf sei aufgrund der starken verkehrlichen Beanspruchung in Verbindung mit Lärm- und Abgasemission in besonderer Weise für die Teilnahme an dem Modellversuch geeignet, so Brinkmann. Man hoffe nun auf die Unterstützung der anderen Fraktionen im Samtgemeinderat.
• Für Tempo 30 in Ortschaften setzt sich auch Ulrike Müller (parteilos) ein. Sie ist Mitglied des Hanstedter Samtgemeinderates und fordert das Tempolimit für Thieshope.