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Die vergessene Baustelle von Brackel

Eine vergessene Baustelle? Laut Landkreis soll der ehemalige Bahndamm noch in diesem Jahr abgetragen werden

Anwohner wundern sich, warum die Kreisstraße 22 bei Brackel immer noch teilgesperrt ist.

mum. Brackel. „Hat der Landkreis hier etwa eine Baustelle vergessen?“ -
WOCHENBLATT-Leser Ulrich von Wieding wundert sich seit gut eineinhalb Jahren darüber, dass sich an der Baustelle auf der Hauptstraße (Kreisstraße 22) in Brackel in Richtung Holtorfsloh nichts tut. Die Straße ist verengt, das Tempo auf 30-Stundenkilometer reduziert. Zwar wurde der Asphalt ausgebessert, aber dann geschah nichts mehr. Da auf den ersten Blick auch keine Beschädigungen an der Fahrbahn zu erkennen sind, liegt für von Wieding der Schluss nahe, dass die Barken schlichtweg vergessen wurden. Inzwischen sammelt sich zudem allerlei Dreck um die Warnschilder.
„Die Situation ist kompliziert“, sagt Landkreis-Sprecher Johannes Freudewald auf
WOCHENBLATT-Nachfrage. „Die Teilsperrung befindet sich auf dem Bahnübergang der stillgelegten Bahnstrecke zwischen Lüneburg und Buchholz.“ Dort sei ein Rohrdurchlass in etwa drei Meter Tiefe eingebrochen. „Die Überprüfung ergab, dass auch die anderen dort befindlichen Durchlässe erneuert werden müssen“, so Freudewald weiter. Durch die große Tiefe müsse der gesamte Bahndamm aufgebrochen werden. „Wir streben daher jetzt an, den Bahnübergang zurückzubauen. Dadurch werden die Durchlässe nur noch in etwa eineinhalb Meter Tiefe liegen.“
Mitarbeiter der Betriebsgemeinschaft Straßendienst hatten laut Freudewald im Sommer vergangenen Jahres durch Zufall den Schaden festgestellt und zumindest die Straße mit Asphalt ausgebessert. Und warum ist seitdem nichts geschehen? Die Baugrunderkundungen seien sehr aufwendig gewesen und auch noch nicht abgeschlossen. „Parallel werden wir jetzt mit der Deutschen Bahn den Rückbau klären“, so Freudewald. „Wenn alles wie geplant verläuft, sollen die Arbeiten im Herbst erfolgen.“