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Ein Erlebnis für die ganze Familie

Der Herbstmarkt in Egestorf wird gern von Besuchern aus der Region für einen Bummel genutzt
 
Ein tierischer Hingucker: Hermann Maack aus Lübberstedt präsentiert seinen mehrfach ausgezeichneten Welsh-Black-Bullen „Elton“

Egestorf feiert zweitägiges Herbstfest mit Viehmarkt und vielen Attraktionen.

mum. Egestorf. Dieser Herbstmarkt ist etwas Besonderes! Bereits seit mehr als 600 Jahren findet in Egestorf der Kram- und Viehmarkt statt. Genau genommen laden die Egestorfer sogar bereits schon seit 637 Jahren zu diesem beliebten Event ein - immer am letzten Sonntag und Montag im Oktober. Diesmal findet das bunte Treiben am Sonntag und Montag, 23. und 24. Oktober, rund um die Kirche statt.
Der Markt beginnt traditionell mit dem Viehmarkt am Sonntag gegen 9 Uhr auf dem Hof Marquardt. „Familie Marquardt unterstützt nun schon zum 51. Mal die Gemeinde Egestorf mit der Planung und Ausrichtung des Viehmarktes“, sagt Sandra Schöppe von der Gemeinde Egestorf. Das sei eine schöne Tradition und vor allen Dingen ein Stück gelebte und erhaltene Geschichte. „Dort können Pferde, Kaninchen, Hühner und vieles mehr bestaunt werden.“ Schöppe ist sich sicher, dass das ein absolutes Highlight für die gesamte Familie ist.
Offiziell beginnt der Markt allerdings erst nach dem Gottesdienst gegen 11 Uhr. Die Besucher können sich in diesem Jahr auf eine besondere Attraktion freuen. Hermann Maack schaut mit seinem beeindruckenden Welsh-Black-Bullen „Elton“ vorbei. Das nimmt die Volksbank Lüneburger Heide zum Anlass, ein Ratespiel für Kinder zu organisieren.
Auch in diesem Jahr wurden weit mehr als 50 Standplätze für den Markt vergeben. Außer altbewährten Händlern, die bereits seit mehr als 50 Jahren dabei sind, komplettieren neue Aussteller das Angebot. „Der Egestorfer Markt ist auch bei den Schaustellern sehr beliebt“, sagt Schöppe. „Das liegt vor allem an dem sehr dankbaren Publikum, das bei jedem Wind und Wetter zahlreich kommt.“
Ein weiteres Erfolgsrezept: Die Gemeinde achtet darauf, dass stets die Mischung bei den angebotenen Produkten stimmt. Auch diesmal gibt es wieder „Pötte und Pannen“, warme Socken, Hüte und Mützen, Kurz- und Schreibwaren, Blumenzwiebeln, Textilien, Stahlwaren und Messerschleifer, Kerzen und Windlichter, Korbwaren, Lederwaren, Schmuck, Gewürze, süße Leckereien und selbstverständlich wird es auch viele kulinarische Köstlichkeiten geben.
Die jüngsten Markt-Besucher werden sich bestimmt nicht langweilen. Ein Kinderkarussell, Autoscooter, Schieß- und Losbuden, Dosenwerfen und Entenangeln sind bestellt.
Die Veranstalter bitten alle Gäste, den Parkplatz am „Ahornweg“ (Barfußpark) oder im Gewerbegebiet „Hauskoppel/Lübberstedter Straße“ zu nutzen. Dort stehen insgesamt mehr als 400 Parkplätze zur Verfügung. Zwar bedeutet dies, einen kleinen Fußmarsch in Kauf zu nehmen, dafür wird aber das Chaos in dem kleinen Heideort vermieden.

Die Geschichte des Marktes

Der Egestorfer Kram- und Viehmarkt hat seit dem Mittelalter - genauer gesagt seit dem Jahr 1379 - Tradition in dem Heidedorf. Die Budenstadt entwickelte sich aus dem Kirchweihfest. Der Montag als Markttag wurde erst 1826 eingeführt.
In den Jahren des Ersten Weltkriegs durfte kein Markthandel mehr betrieben werden. Allerdings sah man diese Verordnung nicht ganz so eng. Noch vor dem Zweiten Weltkrieg war es üblich, dass Knechte, Mägde und Handwerksgesellen aus Egestorf und den umliegenden Dörfern zum Marktmontag frei bekamen, um sich neu einzukleiden.
Noch in den 1960er Jahren verkauften Viehhändler „per Handschlag“ Kühe und Pferde. Im Oktober 1979 feierte die Gemeinde ein großes Fest zum 600-jährigen Bestehen des Marktes.

Alle Fakten auf einem Blick

• Der Markt findet am Sonntag und Montag, 23. und 24. Oktober, statt
• Der beliebte Viehmarkt steigt am Sonntag auf dem Hof Marquardt
• Bislang wurden 50 Standplätze für den Markt vergeben
• Der Markt beginnt am Sonntag nach der Kirche gegen 11 Uhr. Am Montag startet der Markt um 13 Uhr
• Marktende ist Sonntag und Montag jeweils gegen 22 Uhr