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Telemann-Premiere zur Reformation

Ira Hochmann hat das Werk von Telemann bearbeitet, das am 13. August erstmals aufgeführt wird (Foto: Barockwerk Hamburg)
mum. Egestorf. Zum Doppeljubiläum in diesem Jahr -  250. Todestag von Georg Philipp Telemann und 500 Jahre Reformation - hat sich Ira Hochman, die für musikalische Entdeckungen bekannte Leiterin des Ensembles "Barockwerk Hamburg" - wieder auf die Suche nach vergessenen Schätzen gemacht und ist fündig geworden. Jahrhundertelang verstaubte das Reformationsoratorium von Telemann unveröffentlicht in den Archiven. Nun kommt es zur Erstwiederuraufführung im Zuge von "Musik in alten Heidekirchen" - und zwar am Sonntag, 13 August, um 17 Uhr in der St. Martin-Kirche in Raven. Das Oratorium "Es wird ein Tag sein" komponierte Telemann zum 25. Sonntag nach Trinitatis. Am 11. November 1731 wurde das Oratorium erstaufgeführt, zwei Tage nach Luthers Geburtstag. Seither ist keine weitere Aufführung bekannt.
Das Werk wurde nun von Ira Hochman transkribiert und mit dem Ensemble einstudiert. Mit dabei: Die Mezzosopranistin Genevieve Tschumi in der Rolle der Andacht, die in diesem Jahr den renommierten Telemann Wettbewerb gewann. Das zweiteilige Werk wurde nach dem Dichter Albrecht Jacob Zell benannt und basiert auf einem Text, der von eindeutiger antikatholischer Polemik bestimmt ist. Die Errungenschaften der Reformation werden gefeiert - die Lehren der katholischen Kirche als Abfall vom Glauben charakterisiert. Das geschieht in dem redende Personen auftreten. Anstelle der ursprünglich gedachten Predigt wird die Wiederuraufführung ergänzt durch einen theologischen Kurzvortrag von Dr. Hans-Jürgen Benedict (Evangelische Hochschule für soziale Arbeit und Diakonie).
• Der Eintritt kostet 15 Euro; ermäßigt 13 Euro für Inhaber der NDR-Kulturkarte. Tickets gibt es nur an der Abendkasse.
• Weitere Informationen unter www.musik-in-alten-heidekirchen.de.