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Unternehmer mit Pioniergeist - Wildpark-Geschäftsführer Alexander Tietz (32) will in Nindorf ein Steakhouse eröffnen

Alexander Tietz steht vor dem ehemaligen Gasthaus „Zum braunen Hirsch“. Hier möchte er gemeinsam mit seiner Schwester Katharina ein Steak-Restaurant eröffnen
 
Das Gasthaus „Zum braunen Hirsch“ wurde von Alexander Tietz gekauft. Es war seit 1601 in Familienbesitz
mum. Hanstedt-Nindorf. Eine junge Frau stoppt am Straßenrand vor dem ehemaligen Hotel-Restaurant „Zum braunen Hirsch“ in Hanstedt-Nindorf, kurbelt die Fensterscheibe ihres Autos herunter und fragt: „Können Sie mir bitte sagen, wie ich zum Wildpark komme?“ Für den Angesprochenen ist das überhaupt kein Problem. „Klar, einfach die nächste rechts und dann nach zwei Minuten auf der linken Seite“, antwortet Alexander Tietz. Und der muss es wissen. Immerhin ist der 32-Jährige der Geschäftsführer des beliebten Wildparks (350.000 Besucher im Jahr, Tendenz steigend). „Es sind genau diese Synergieeffekte, die ich mir unter anderem von dem Erwerb des Gasthauses erhoffe“, sagt Tietz. Im Juni hat er gemeinsam mit seiner Schwester Katharina (29) das Nindorfer Traditionshaus samt Nebengebäude gekauft. Einen Monat später begannen die umfangreichen Umbauarbeiten. „Läuft alles nach Plan, dann können wir schon Ende des Jahres Eröffnung feiern“, so Alexander Tietz. Doch auch ein späterer Termin sei kein Beinbruch. „Wichtig ist, dass alles perfekt ist.“
Die Geschwister haben ehrgeizige Pläne. Mitten in der Lüneburger Heide soll ein neues Steak-Restaurant eröffnen. „Immer wieder werden wir von Tierpark-Besuchern um eine Restaurant-Empfehlung gebeten. Da lag es doch nahe, selbst ein Lokal zu eröffnen“, meint Alexander Tietz. Zumal Wildpark und Restaurant nicht einmal fünf Minuten voneinander entfernt sind,
„In meinem Kopf ist die Inneneinrichtung schon fertig“, so Alexander Tietz. Das neue Restaurant bekommt eine offene Küche. Durch eine Scheibe können die Gäste sehen, wie ihre Gerichte zubereitet werden. Tietz ist wichtig, dass sich die Besucher wohl fühlen. Aus diesem Grund wird sehr viel Holz zum Einsatz kommen. Insgesamt soll das neue Restaurant ein eher dunkles Ambiente erhalten. Auch die Speisekarte hat der 32-Jährige bereits grob geplant. Gutes Fleisch - Steaks und Burger in jeder Preisklasse. Es wird günstige Gerichte für Familien geben, aber auch hochwertige Dry-Age-Steaks. In dem neuen Gastraum finden 80 Personen Platz. Dazu wird es einen großzügigen Außenbereich geben. Tietz ist besonders stolz auf den neuen Veranstaltungssaal, der bis zu 180 Personen Platz bietet. Die bisherigen Hotelzimmer im Obergeschoss lässt der Wildpark-Geschäftsführer umbauen. Dort entstehen drei Wohnungen für Mitarbeiter. Außerdem sechs Zimmer, die speziell von Hochzeitsgesellschaften reserviert werden können.
Den Namen des neuen Lokals wollen Alexander und Katharina Tietz - sie wird das Lokal als Betriebsleiterin führen - noch nicht verraten. Auch die Investitionssumme ist nicht für die Öffentlichkeit bestimmt.
„Wir sind gerade damit beschäftigt, das Personal auszusuchen.“ Mindestens fünf neue Arbeitsplätze entstehen in Nindorf. Dazu kommen Aushilfen. Allein im Wildpark sind 120 Mitarbeiter beschäftigt. Damit gehört Tietz zu den größten Arbeitgebern im Landkreis. „Das ist eine große Verantwortung“, sagt Alexander Tietz. „Aber als Unternehmer muss man sich auch immer wieder an neue Projekte wagen.“ Dieser Pioniergeist wurde unlängst belohnt. Anfang 2013 investierte er gemeinsam mit seinem Vater Norbert 1,2 Millionen Euro in das neue „Schäferdorf“. Auf einer Fläche von 6.000 Quadratmetern warten sechs gemütliche Schäferwagen und vier idyllische Apartmenthäuser in einem Themenpark mit historischem Dorfplatz auf die Gäste. „Wir sind mit den Zahlen sehr zufrieden“, sagt Tietz. So zufrieden, dass in den kommenden Jahren die Kapazität von jetzt 80 Betten auf dann 140 Betten erweitert werden soll.
• „Zum braunen Hirsch“: Bereits seit 1601 war das Gasthaus an der Rotdornstraße in Nindorf im Besitz der Familie Matthies. Fast zwei Jahre stand das Backsteingebäude zum Verkauf. Auf der Homepage von Remedura Immobilien wurde das Objekt für 740.000 Euro angeboten. Das Hotel habe eine ausreichende Auslastung, hieß es dort. „Da die derzeitigen Eigentümer neue Lebenswege beschreiten, steht das traditionsreiche Haus zum Verkauf.“ Auf dem 2,2 Hektar großen Areal befinden sich Pferdeställe, ein Wohnhaus, eine Scheune und ein 464 Quadratmeter großer Badeteich. Das heutige Gastronomiegebäude wurde 1950 erbaut. Der Anbau mit Saal und Kegelbahnen kam 1980 hinzu. In den 14 Gästezimmern gibt es 39 Betten.

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