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Ausgebüxte Schafe und beißendes Brom

Diese Feuerwehrleute wurden für besondere Leistungen bzw. langjährige Mitgliedschaft in der Harsefelder Ortswehr geehrt
jd. Harsefeld. Jede Menge Einsätze im vergangenen Jahr: Harsefelder Ortswehr hielt Generalversammlung ab. Sie trieben ausgebüxte Schafe zurück auf die Weide, kämpften an vorderster Front gegen die Fluten der Elbe, beseitigten unzählige Bäume, die nach dem Orkantief "Christian" reihenweise auf den Straßen lagen, und gingen in Chemie-Schutzanzügen gegen beißende Bromdämpfe im örtlichen Gymnasium vor: Die Freiwilligen der Harsefelder Ortswehr konnten sich 2013 gewiss nicht über eintönige Tätigkeiten beklagen. Auf der Generalversammlung der Brandschützer ließ Harsefelds Ortsbrandmeister Olaf Jonas noch einmal einige der 119 Einsätze, die die 75 Aktiven im Vorjahr absolvierten, Revue passieren.

Unterm Strich zählte Jonas 14.395 Arbeitsstunden, die von den Harsefeldern Brandschützer für Einsätze, Übungen, Schulungen sowie Dienste im Gerätehaus innerhalb des vergangenen Jahres geleistet wurden. "Das entspricht bei einem Acht-Stunden-Tag fünf Arbeitswochen pro Kamerad", betonte der Ortsbrandmeister, der auch gleich ausrechnete, was dieses ehrenamtliche Engagement wert ist: "Inklusive der Arbeitgeber-Aufwendungen käme man auf die stolze Summe von 250.000 Euro."

Angesichts solcher Beträge beeilte sich Harsefelds Samtgemeinde-Bürgermeister Rainer Schlichtmann zu betonen, dass dieser Einsatz für das Gemeinwesen im Grunde unbezahlbar sei. Die Arbeit der Feuerwehr sei wertvoll und wichtig für den Ort. Fleckensbürgermeister Michael Ospalski ergänzte, dass Begriffe wie Solidarität und Verantwortung bei den Feuerwehrleuten keine bloßen Lippenbekenntnisse seien. Deren Tätigkeit sei von einer "Kultur des Helfens" geprägt.

Ergänzend präsentierte Schlichtmann einige Zahlen: Die Samtgemeinde wird 2014 rund 370.000 Euro für die Feuerwehr aufwenden. Das seien allein die sogenannten Betriebskosten, worunter die Unterhaltung der Gebäude, die Wartung und die Reparatur der Fahrzeuge sowie die Instandhaltung der Ausrüstung falle. "Das ist aber gut angelegtes Geld", erklärte Schlichtmann. Er wies darauf hin, dass 2014 mit einer Million Euro die Hälfte der gesamten Investitionen in die Feuerwehr fließt. Das Geld wird eine Erweiterung des Gerätehauses und die Anschaffung einer Drehleiter verwendet, die 2015 an die Harsefelder Ortswehr ausgeliefert werden soll.