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Bahnfahrt endete unsanft

Kurz nach dem Aufprall gegen den Prellbock: Der EVB-Triebwagen sieht äußerlich unbeschädigt aus.

EVB-Triebwagen fuhr im Buxtehuder Bahnhof auf Prellbock auf.

Da wurde jeder schlaftrunkene Pendler hellwach: Für etliche Fahrgäste, die am Donnerstagmorgen mit dem EVB-Zug nach Buxtehude unterwegs waren, endete die Bahnfahrt äußerst unsanft: Der Triebwagen, der planmäßig um 8.09 Uhr in den Bahnhof der Estestadt einfuhr, knallte gegen einen Prellbock - zwar nicht ungebremst, doch die Wucht des Aufpralls war heftig genug, um Reisende von ihren Sitzen zu schleudern. Einige stürzten durch den abrupten Halt sogar zu Boden. Laut EVB-Pressesprecher Eckhard Spliethoff soll sich aber niemand ernsthaft verletzt haben.
Seit Einrichtung der S-Bahn-Linie nach Stade enden die Fahrten der EVB-Züge in Buxtehude. Dort geht es definitiv nicht weiter: Am Ende des Gleises befindet sich ein Prellbock. Der sorgte bei vielen Bahnreisenden für einen gehörigen Schreck in der Morgenstunde, als der Triebwagen zu spät zum Stehen kam und mit mäßigem Tempo gegen den stählernen Stopper rummste. Der Prellbock wurde um etwa einen Meter nach hinten verschoben.

Augenzeugin: "Auf einmal knallte es heftig."

"Ich sah das Ende des Gleises immer dichter auf uns zukommen und dann knallte es auch schon", berichtet Regina H. Die junge Frau saß im vorderen Teil des Triebwagens und war wie viele Pendler rechtzeitig aufgestanden, um den Anschlusszug nach Hamburg zu erwischen. Da Regina H. ganz vorn stand, konnte sie dem Zugführer über die Schulter schauen.
Das nahende Unheil im Blick, hielt sich an einem Griff fest. Die meisten anderen Mitreisende waren nicht auf den Aufprall gefasst: Viele landeten auf dem Boden oder wurden mit heftiger Wucht umhergeschleudert. Zwei Männer seien durch die verschlossene Tür in die Kabine des Zugführers geschleudert worden, berichtet Regina H.: "Einer der beiden hat sich die Lippe aufgeschlagen." Mehr sei offenbar nicht passiert, so H.
Das bestätigt auch EVB-Sprecher Eckhard Spliethoff. Auf WOCHENBLATT-Nachfrage erklärte er, dass zwar ein Rettungswagen gerufen worden sei, aber wohl lediglich die besagte Platzwunde an der Lippe verarztet werden musste. Bis Redaktionsschluss konnte Spliethoff noch nichts dazu sagen, wie es zu dem Aufprall kam. Der Zugführer sei noch nicht befragt worden. Die Frage, ob das Bremsmanöver zu spät eingeleitet worden ist oder möglicherweise ein technischer Defekt vorliegt, werde derzeit geklärt.
Die Fahrgäste wurden für den gehörigen Schrecken bereits entschädigt: Am Freitagmorgen verteilten EVB-Mitarbeiter im Zug nach Buxtehude kleine Aufmerksamkeiten.