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Explosion in Harsefeld: Gasflasche war die Ursache

Ein Bagger trug das einsturzgefährdete Dach ab (Foto: Polizei)
Bewohnerin hantierte laut Polizei fahrlässig mit einer Propangasflasche

jd. Harsefeld.
Die Ursache für die schwere Explosion, die am Montagnachmittag den Anbau eines Einfamilienhauses in Harsefeld zerstörte, ist geklärt: Laut Polizei hat die 52-jährige Bewohnerin, die bei dem Unglück schwerste Verbrennungen erlitt, in ihrer Küche im Souterrain des Gebäudes unsachgemäß mit einer Propangas-Flasche hantiert. Die Brandermittler hätten "zweifelsfrei" festgestellt, dass der fahrlässige Umgang mit der Gasflasche die Explosion verursacht habe, so Polizeisprecher Rainer Bohmbach. Die Frau schwebt weiterhin in akuter Lebensgefahr. Außerdem wurde ein 26-jähriger Gärtner schwer verletzt, der sich in der Nähe aufhielt.
Bereits am Dienstag war ein Bagger angerückt, um das Dach des komplett demolierten Anbaus abzutragen. Es bestand akute Einsturzgefahr. Erst als die Gefahr gebannt war, konnten die Brand-Experten das Trümmerfeld betreten, um nach Spuren zu suchen. Gemeinsam mit Sachverständigen der Versicherung wurde die Ruine unter die Lupe genommen. Durch den Gasaustritt aus der Flasche entstand ein hochexplosives Gas-Luft-Gemisch. Wie es sich entzündete, konnten die Ermittler nicht klären. Es reicht aber schon der kleinste elektrische Funke, etwa durch das Anspringen des Kühlschranks.
Der Hauptteil des Wohnhauses ist weitgehend unversehrt. Deren Bewohner, es handelt sich um die Eltern und den Bruder der verunglückten Frau, sind aber vorübergehend anderweitig untergebracht. Rathauschef Rainer Schlichtmann hat sich darum gekümmert, dass das ältere Ehepaar jetzt im Harsefelder "Dr. Buss-DRK-Haus für Senioren" betreut wird. Das DRK habe sich sehr hilfsbereit gezeigt und unkompliziert ein geeignetes Zimmer zur Verfügung gestellt, so Schlichtmann: "Dafür danke ich." Auch dem Bruder und dem Ehemann der Frau sei Hilfe angeboten worden, doch beide hätten selbst eine Unterkunft gefunden.