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Schwarz ist das neue Orange: Tansanische Feuerwehr erhält ausgemusterte Einsatzkleidung aus Harsefeld

Der Harsefelder Kleiderkammerwart Peter Prigge (re.) übergibt die Einsatzkleidung an Carsten Hoenig Foto: Feuerwehr
jd. Harsefeld. Schwarz ist das neue Orange: Seit 2010 werden die 14 Ortsfeuerwehren der Samtgemeinde Harsefeld mit schwarzer Einsatzkleidung ausgerüstet. Die bisherigen orangefarbenen Jacken und Hosen haben ausgedient. Auch wenn diese Sicherheitskleidung erheblich Gebrauchsspuren aufweist und sich ein Verkauf an andere Feuerwehren nicht mehr lohnt: Zum Wegwerfen ist diese Ausrüstung viel zu schade. Jetzt gehen die "Second Hand"-Sachen der Harsefelder Brandschützer dorthin, wo sie dringend benötigt werden: nach Afrika.

"Wir nutzen bereits bestehende Kontakte der zwei Feuerwehr-Kameraden Carsten Hoenig aus Buxtehude und Reinhard Paulsen aus Hamburg und schicken die ausgemusterte Einsatzkleidung nach Tansania", berichtet Feuerwehr-Pressesprecher Günter Kachmann. Statt in einem Altkleider-Container zu landen, gehen im April rund 100 Bekleidungsstücke gut verpackt in einem richtigen Container auf eine rund achtwöchige Schiffreise. Ziel ist die tansanische Hafenstadt Daressalam.

Hoenig und Paulsen hatten die dortige Feuerwehr bereits mit verschiedenen Ausrüstungsgegenständen versorgt. So wurden bereits im August vergangenen Jahres 33 ausgemusterte Atemschutzgeräte nach Tansania verschickt. Bereits bei dieser ersten gemeinsamen Aktion mit der Harsefelder Feuerwehr hatten Hoenig und Paulsen auf den enormen Bedarf des Landes an feuerwehrtechnischem Gerät hingewiesen. Die beiden waren bereits häufiger in dem ostafrikanischen Land, um dafür zu sorgen, dass auch alles dort ankommt, wo es ankommen soll.

Das Flicken schadhafter Kleidung sowie das Umarbeiten auf die passende Größe seien kein Problem, so Hoenig: „Die Frauen dort sind exzellente Scheiderinnen. Was nicht passt, wird passend gemacht.“ Auch über die mitgelieferten Gummistiefel freut er sich. Sein augenzwinkernder Kommentar bei der Übergabe: „Es ist durchaus sinnvoll, die 'Sicherheits-Flip Flops' der dortigen Feuerwehrleute durch Sicherheitsstiefel zu ersetzen.