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Täter gingen mit Brachialgewalt vor: Ticket-Automat komplett zerstört

Derzeit hat Ruschwedel keinen Fahrkarten-Automaten: Im Wartehäuschen steht nur noch der Sockel
jd. Ruschwedel. Gerät wurde aus seiner Verankerung gerissen Im Tarifbereich des HVV gilt die Regel: erst Fahrkarte lösen, dann einsteigen. Sonst gilt man als Schwarzfahrer. Wer allerdings am EVB-Haltepunkt in Ruschwedel in den Zug steigen will, sucht derzeit vergeblich nach einem Fahrschein-Automaten: Der Apparat wurde in der vergangenen Woche komplett zerstört. In dem Wartehäuschen steht nur noch der Sockel. Bis Ersatz beschafft ist, werden wohl einige Wochen ins Land gehen.

"Der Schaden beläuft sich auf rund 25.000 Euro", berichtet EVB-Pressesprecherin Andrea Stein. Der Automat ist mit Brachialgewalt aus seiner Verankerung gerissen worden. Wahrscheinlich wurde eine Kette verwendet, die an einem Auto befestigt war. Stein geht von einem ziemlich üblen Streich aus. Nach ihrer Ansicht können die Täter es nicht auf das Geld abgesehen haben. Im Automaten befanden sich nur ein paar Euro. In Ruschwedel steigen überwiegend Pendler oder Schüler zu - und die besitzen alle eine Monatskarte.

Es ist laut Stein nicht das erste Mal, dass der Ruschwedeler Automat Ziel eines Anschlags wurde. Vor drei Jahren flexten Übeltäter das Gerät auf und richteten ebenfalls einen Totalschaden an. Auch das Display wurde wiederholt zertrümmert. Nach WOCHENBLATT-Informationen werden Fahrkarten-Automaten häufiger beschädigt. Meist suchen sich die Vandalen abgelegene Haltestellen aus.

• Die EVB weist darauf hin, dass Fahrgäste in Ruschwedel auch ohne Fahrkarte zusteigen dürfen, solange dort kein Automat steht. Allerdings wird gebeten, sofort den Zugbegleiter anzusprechen und bei ihm ein Ticket nachzulösen.