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Zahl der Einsätze ging leicht zurück: Versammlung der Harsefelder Samtgemeinde-Feuerwehren

Wurden von Rainer Schlichtmann (re.) für 65 Jahre Mitgliedschaft geehrt (v.li.): Joachim Mehrkens, Joachim Poppe und Johann Wilkens (Foto: Feuerwehr)
jd. Ahlerstedt. Diese Zahl ist schon beeindruckend: 593 Mitglieder sind in den 16 Ortswehren der Samtgemeinde Harsefeld aktiv. Rund die Hälfte davon nahm jetzt an der Jahresversammlung der Samtgemeinde-Feuerwehr im Ahlerstedter Schützenhof teil. Auf der Zusammenkunft würdigte Rathauschef Rainer Schlichtmann das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrleute. Es sei Aufgabe von Politik und Verwaltung, die erforderlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die Freiwillige Feuerwehr jederzeit ihre verantwortungsvolle Aufgabe erfüllen könne. So investiere die Samtgemeinde allein in diesem Jahr rund 800.000 Euro in neue Gerätehäuser und Fahrzeuge. In seinem Jahresbericht ging Gemeindebrandmeister Heiko Wachlin noch einmal auf die wichtigsten Ereignisse des Vorjahres ein.

Zu 191 Einsätzen seien die Retter im Jahr 2016 ausgerückt, so Wachlin. Das seien 31 Einsätze weniger als 2015. 33 mal gab es Feueralarm und 102 mal war eine technische Hilfeleistung erforderlich. Bei vier von sieben Verkehrsunfällen, zu denen die Feuerwehrleute eilten, kam für die Verunglückten jede Hilfe zu spät. In diesem Zusammenhang berichtete der Notfallseelsorger Andreas Hellmich über seine Arbeit.

Der Gemeindepastor und Feuerwehrmann aus Bargstedt ist für den Kirchensprengel Stade zuständig und ist bei Unglücksfällen immer vor Ort, um Betroffenen, Angehörigen und Einsatzkräften als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen. Diese Aufgabe hinterlasse auch bei ihm Spuren, so der Seelsorger aus Bargstedt: "Die Einsatzkleidung kann ich in den Spind hängen, die gesehenen Bilder nicht."

Ebenfalls ein Thema auf der Versammlung war die Anhebung der Altersgrenze für Feuerwehrleute: Die rot-grüne Landesregierung beabsichtigt, das Höchstalter für Aktive von 62 auf 67 Jahre heraufzusetzen. Samtgemeinde-Bürgermeister Schlichtmann wies darauf hin, dass diese Maßnahme seitens des Städte- und Gemeindebundes durchaus kritisch gesehen werde. Letztlich sollte aber jeder selbst entscheiden, wann er seinen aktiven Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr beende.