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Auf gerader Strecke bitte geradeaus fahren - Ein Kommentar über eine merkwürdige Beschilderung in Ahrensmoor

Autofahrer, die auf Umleitungsstrecken unterwegs sind, können ein Lied davon singen: Wer wegen einer Straßensperrung eine Ausweichroute nehmen muss, verfährt sich grundsätzlich. Die Alternativ-Strecken sind oftmals so rar mit Hinweisschildern gesät, dass man selbst bei höchster Konzentration einen Abzweig verpasst und irgendwo im landschaftlichen Nirwana landet. Anscheinend haben die Straßenmeistereien nur einen sehr begrenzten Vorrat an entsprechenden Schildern auf Lager. Anders sieht es offenbar bei den Umleitungshinweisen für Radfahrer aus: Davon muss es so viele geben, dass sie selbst dort hingestellt werden, wo es völlig überflüssig ist.

Seit einer Woche wird im Dörfchen Ahrensmoor gebuddelt: Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr saniert den Radweg entlang der L127 grundlegend neu. Für die Radler ist eine Umleitung eingerichtet. Offenbar geht die Behörde davon aus, dass derzeit viele Leute von außerhalb ihre Drahtesel durch die Stader Geest lenken. Ansonsten ist es kaum nachvollziehbar, warum entlang der Umleitung alle paar hundert Meter spezielle Hinweisschilder für Radfahrer platziert sind. Besonders kurios: Schilder mit einem Geradeaus-Pfeil stehen sogar auf schnurgeraden Streckenabschnitten, an denen es keinerlei Abzweigungen gibt. Schön, dass zumindest die Radler so fürsorglich durch die Gegend geleitet werden.

Jörg Dammann