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Aufbruch zu neuen Aufgaben: Steyler Missionsschwestern beenden ihr Wirken in Harsefeld

Die Missionsschwestern Annette, Theresia und Stefanie (v.li.) vor dem Haus, in dem ihre kleine Gemeinschaft bislang untergebracht war
jd. Harsefeld. Für sie ist es nach eigenen Worten eine Zeit "des Abschieds und des Aufbruchs": Die Steyler Missionsschwestern verlassen Harsefeld - für immer. Das Wirken der kleinen katholischen Gemeinschaft im Geestflecken ist damit beendet, doch die Impulse, die die Ordensschwestern in vielerlei Hinsicht gegeben haben, werden sicher lange nachwirken. Bei der Entscheidung spielt neben persönlichen und beruflichen Gründen der Nachwuchsmangel im Orden eine Rolle. Am kommenden Sonntag versammelt sich die katholische Gemeinde zu einem Abschiedsgottesdienst, auf dem den Styler Schwestern Lebewohl gesagt und für ihr segensreiches Wirken gedankt wird.

"Wir haben den Weggang in Absprache mit unserer Ordensleitung beschlossen", sagt Schwester Stefanie. Die 50-jährige Latein- und Religionslehrerin am Aue-Geest-Gymnasium stand der - wie sie es mal bezeichnete - "religiösen WG" in dem unscheinbaren Altbau neben der katholischen Kirche bislang vor. Sie hegte schon länger Pläne, sich beruflich neu zu orientieren. Nach zehn Jahren als Lehrerin in Harsefeld geht sie nun zum Mutter-Konvent im niederländischen Ort Steyl, um dort mit einem internationalen Kreis von Schwestern ein Bildungs- und Seminarzentrum aufzubauen.

In den wohlverdienten Ruhestand geht Schwester Theresia (77). Sie wirkte vor allem beim Besuchsdienst für ältere Gemeindemitglieder mit und begleitete unzählige Gottesdienste an der Orgel. Sie zieht ins Sauerland - in ein Ordenshaus, das als Altenheim der Missionsschwestern fungiert. In eine andere Einrichtung dieser Art ist auch die vierte im Bunde, Schwester Petra, gezogen, die Harsefeld bereits im November verlassen hat.

Gerne geblieben wäre Schwester Annette: Die studierte Sozialpädagogin ist seit knapp vier Jahren in Harsefeld und engagierte sich in der Flüchtlingsarbeit. Bis vor Kurzem war sie Vorsitzende des örtlichen Arbeitskreises (Ak) Asyl. Da keine Nachfolgerinnen für die anderen Schwestern in Sicht waren, entschloss sich auch Schwester Annette (55) zum Weggang. Sie wird künftig in Berlin tätig sein - mitten in Kreuzberg, um dort Menschen zu helfen, die am Rande Gesellschaft leben. "Unser Orden verlagert seine Tätigkeit derzeit in die großen Städte", erklärt Schwestern Annette: "In den sozialen Brennpunkten zu wirken, betrachten wir als wichtige Aufgabe."

• Die Styler Schwestern werden am Sonntag, 7. Februar, um 15.30 Uhr in St. Michael in Harsefeld, Böberstroot 11, im Rahmen einer Eucharistiefeier verabschiedet.

www.steyler-missionarinnen.de