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Bargstedt: Wo steckt "Henni"?

Kamerunschaf-Dame "Gertrud" lässt sich von Otto Fricke gerne mit einem Leckerli anlocken. Ausreißerin "Henni" ist sehr viel scheuer

Hobby-Schäfer Otto Fricke vermisst ein Kamerunschaf: Wer hat es gesehen?

ab. Buxtehude.
Der Drahtzaun war durchgeschnitten und plattgetreten: Zu der eingezäunten Weide der drei Kamerunschafe von Otto Fricke aus Bargstedt hatte sich jemand vor Kurzem unerlaubt Zutritt verschafft - und damit eine kleine Katastrophe ausgelöst. Eines der Kamerunschafe, sogenannte Haarschafe, die einer Ziege ähneln, ist seitdem verschwunden. ",Henni' wurde noch hin und wieder gesehen", sagt der besorgte Hobby-Schäfer, der sich die Tiere erst vor gut zwei Wochen zugelegt hatte. Das große Problem: Selbst wenn jemand "Henni" entdeckt - nähern kann man sich der scheuen Schafdame nicht. Dennoch bittet Otto Fricke um Mithilfe.

"Ich kam eines morgens zu der Weide und entdeckte sofort den zerstörten Zaun", erzählt sich der ehemalige Forstamtsleiter. Er habe nach den Schafen gerufen. "Zwei tauchten auf der Weide auf, ,Henni' stand plötzlich neben mir auf dem Hof. Sie war offensichtlich durch den zerstörten Zaun ins Freie gelangt."

 Als sich Otto Fricke dem Tier zuwenden will, reißt das Schaf aus. "Ich hatte keine Chance, ,Henni' wieder einzufangen." Das Kamerunschaf, das Otto Fricke mit den beiden anderen Schafen "Gertrud" und "Frieda" von einem befreundeten Züchterehepaar bezogen hatte, sollte ebenfalls zur Zucht verwendet werden.

An verschiedenen Stellen in Bargstedt wurde die Ausreißerin schon gesichtet. "Sie war wohl zwischen Auetal und Frankenmoor unterwegs. Aber jetzt höre ich nichts mehr, niemand scheint sie in den vergangenen Tagen gesehen zu haben." "Henni" hat auch eine Ohrmarke mit der Nummer 11197235. Im Gegensatz zu "Frieda" und "Gertrud" lässt sie sich aber nicht mit Futter anlocken.

"Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder ein Wolf hat ,Henni' inzwischen gerissen oder sie hat sich einer Herde angeschlossen", vermutet Fricke. Das müsse nicht zwangsläufig eine Schafsherde sein, auch eine Kuh- oder Pferdeherde sei denkbar. Doch einfangen ließe sie sich auch dann nicht. "Man müsste sie mit einem Gewehr betäuben."
Dass sie von alleine zum Hof zurückkehrt, hält Fricke für ausgeschlossen: Seit einigen Tagen gibt es nahe der Weide eine große, ziemlich laute Baustelle.

• Otto Fricke bittet um Mithilfe: Wer das Kamerunschaf "Henni" sieht, meldet sich bitte telefonisch unter Tel. 04164 - 879161.