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Bilder, die neugierig machen: "Woche der Begegnung" in Harsefeld

Maren Pieper inmitten der Porträts, die sie von den Flüchtlingen angefertigt hat (Foto: Fotostudio Augenblicke)
jd. Harsefeld. In der Samtgemeinde Harsefeld leben derzeit 332 Flüchtlinge. Woher stammen sie? Warum sind sie geflohen? Wie sah ihr Alltag in der alten Heimat aus? Mit welchen Wünschen und Vorstellungen sind sie nach Deutschland gekommen? Antworten auf diese Fragen will eine gemeinsame Aktion des "Arbeitskreises Asyl" (AK Asyl) und der Werbegemeinschaft "Sympathisches Harsefeld" geben: Die Flüchtlings-Aktivisten und die Geschäftsleute richten vom 22. bis 28. Mai eine "Woche der Begegnung" aus.

Besonders ins Zeug gelegt für diese besondere Woche hat sich die Fotografin Maren Pieper: Sie schoss in den vergangenen Wochen unentgeltlich zahlreiche Porträtfotos von in Harsefeld wohnenden Asylbewerbern. Diese Aufnahmen werden in den kommenden Tagen als Poster in den Schaufenstern der Harsefelder Geschäfte hängen - ergänzt um Bilder aus den jeweiligen Herkunftsländern und einen Info-Steckbrief, in dem die Abgelichteten über ihr früheres Leben berichten.

Bilder von Krieg und Zerstörung kommen dabei bewusst nicht vor. "Stattdessen soll das Positive hervorgehoben und deutlich gemacht werden, dass die meisten Asylbewerber zuvor ein ganz normales Leben geführt haben, bevor Katastrophen wie Bürgerkrieg und Vertreibung über sie hereinbrachen", sagt Else Zager vom AK Asyl.

Das Organisationsteam hofft, dass die Poster besonders am kommenden Freitag, 26. Mai, Beachtung finden: Dann richten die Kaufleute vom "Sympathischen" ihr traditionelles "Nightshopping" aus. Dieser Abend ist gewissermaßen der Dreh- und Angelpunkt der gesamten "Woche der Begegnung": Unter anderem bekommen die Besucher orientalischen Bauchtanz geboten, die Flüchtlinge bieten selbst zubereitete Leckereien aus ihren Heimatländern an und vor dem Modehaus Quast informieren die Ehrenamtlichen des AK Asyl über ihre Tätigkeit.

Eingeläutet wird die Aktionswoche mit einem internationalen Frauenfrühstück am Montag, 22. Mai, von 9.30 bis 12 Uhr im Fotostudio Augenblicke. Am Dienstag, 23. Mai, verwandelt Maren Pieper ihr Studio in eine Stätte der Begegnung und der Kreativität: Von 14 bis 19 Uhr bieten Flüchtlingsfrauen verschiedene Workshops an - unter anderem mit Henna-Tattoos und typisch arabischer Kosmetik.

Party ist am Mittwoch, 24. Mai, angesagt: Um 20 Uhr findet im Jugendzentrum JUBS eine Disco statt (ab 18 Jahre). Auch nach dem Nightshopping am Freitagabend gibt es noch Programm: Am Samstag, 27. Mai, wird um 18.30 Uhr bei Kino-Meyer der Film "Das Dschungelbuch" mit arabischen Untertiteln gezeigt. Hinterher gibt es arabisches Essen.

Zum Ausklang findet am Sonntag, 28. Mai, um 11 Uhr im Waldstadion ein ökumenischer Open-Air-Gottesdienst statt. Den Schlusspunkt setzt dann ein Freundschafts-Fußballspiel zwischen den Kickern des TuS Harsefeld und einem Team des AK Asyl. Anpfiff ist um 13 Uhr ebenfalls im Waldstadion.