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Bürger sollen sich einbringen: Auftaktveranstaltung für "Harsefeld 2030"

Ein Bürger heftete die Kärtchen mit seinen Anregungen an die Pinnwand (Foto: jd)
jd. Harsefeld. Der erste Schritt ist getan: Bei der öffentlichen Auftaktveranstaltung für den Zukunfts-Leitfaden "Harsefeld 2030" wurden die Haupt-Aktionsfelder umrissen. Auf dem Info-Abend im Rathaus durften auch die rund 80 erschienen Bürger aktiv werden: Sie konnten auf Kärtchen Anregungen, Kritik und Ideen eintragen. Dabei ging es unter anderem um die Fragen, wie sich die Menschen ihre Zukunft in Harsefeld vorstellen und was sich ändern soll. Planerin Sandra Lehnigk und ihre drei Kolleginnen nahmen noch vor Ort eine erste Auswertung vor. Dabei kristallisierten sich vier Themenschwerpunkte heraus, die nun in einem weiteren Step in Form von Workshops bearbeitet werden.

Lehnigk hat diese vier "Zukunfts-Werkstätten" zunächst einmal mit Arbeitstiteln versehen. Es geht um die Themenbereiche Ortsentwicklung (Baugebiete, Verkehr, Infrastruktur), Wirtschaft und Versorgung, Soziales und Freizeit sowie Bildung und Betreuung. In den Workshops soll herausgearbeitet werden, welche einzelnen Aspekte besonders von Belang sind und später in das Zukunftskonzept einfließen sollen. An diesem Prozess kann sich jeder beteiligen. Die Mitwirkung der Bürger sei ausdrücklich erwünscht, erklärte Ratshauschef Rainer Schlichtmann. Er umriss in seiner Begrüßung bereits einige Bereiche, wo nach seiner Ansicht Handlungsbedarf besteht. Dazu zählt die ärztliche Versorgung, generationsübergreifendes Wohnen und ein besseres Angebot für ältere Menschen.

So toll das alles klingt: Aus der Runde gab es auch kritische Stimmen. So wurde angemerkt, dass größtenteils nur die Ü50-Generation an der Veranstaltung teilgenommen hat. Jüngere Menschen seien zu wenig vertreten, bemängelt eine Teilnehmerin des Abends. Sie regte an, auch in die Schulen zu gehen, um mehr Jugendliche einzubinden. Ein Vereinsvertreter merkte an, trotz der vielen Neubaugebiete gebe es immer weniger Menschen im Alter zwischen 24 und 40, die bereit seien, sich für das Gemeinwohl zu engagieren. Es sei wichtig für Harsefelds Zukunft, auch diese Altersgruppe zu mobilisieren.