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Dauerparker sind ein Ärgernis

Rainer Boie möchte erreichen, dass sich die Parkplatzsituation in der Harsefelder Ortsmitte verbessert
 
Der Parkplatz ist besonders kurz vor Mittag und am Wochenende gut frequentiert
jd. Harsefeld. Harsefelder Kaufmann schlägt vor, für den Friedrich-Tobaben-Platz eine Parkscheiben-Pflicht einzuführen. Das war gut angelegtes Geld: Mit Zuschüssen aus der Städtebauförderung und privaten Mitteln wurde vor rund vier Jahren der zentrale Parkplatz in der Harsefelder Ortsmitte komplett neu gestaltet. Das Areal, das mit seinen alten Schuppen und verwinkelten Ecken zuvor schäbigen Hinterhof-"Charme" versprühte, wurde nach umfassenden Sanierungsarbeiten sozusagen zur "guten Stube" des Ortes. Doch dort machen es sich auch "ungebetene Gäste" bequem: Die rund 100 Stellplätze werden immer häufiger von Dauerparkern blockiert, die in der Ortsmitte wohnen oder arbeiten. Das Nachsehen haben diejenigen, für die der Parkplatz eigentlich bestimmt ist: die Kunden der umliegenden Geschäfte.

Seit Anfang des Jahres hat der Platz sogar einen Namen: Der Friedrich-Tobaben-Platz ist so etwas der Dreh- und Angelpunkt des Ortes. Wer im Harsefelder Zentrum Einkäufe tätigen will oder etwas zu erledigen hat, stellt sein Auto dort ab. Man benötigt nicht einmal eine Minute, um zu Fuß die Post, den Friseur oder die Apotheke zu erreichen. Allerdings muss erst mal eine Parklücke vorhanden sein. Besonders kurz vor der Mittagszeit und zum Wochenende wird es eng.

"Eigentlich müssten wir Geschäftsleute ja zufrieden sein, dass der Parkplatz aus allen Nähten platzt", meint Rainer Boie, Inhaber des angrenzenden Rewe-Marktes. Aber leider seien es nicht nur Kunden, die dort ihre Autos parken. Er beobachtet die Situation schon seit Monaten und schätzt, dass inzwischen rund ein Viertel der Stellpätze durch Wagen von Anwohnern und Angestellten der Geschäfte im Harsefelder Ortskern belegt wird. Boies Mitarbeiterin Sandra Pott kennt bereits ihre Pappenheimer: "Das sind fast immer dieselben Wagen, die schon frühmorgens auf dem Parkplatz stehen und sich von dort den ganzen Tag über nicht mehr wegbewegen."

Selbst freundliche Hinweiszettel, die Pott hinter die Scheibenwischer geklemmt hat, nützen nichts. Die notorischen Dauerparker sind offenbar stur. Die Leidtragenden sind diejenigen, die bei Rewe einkaufen wollen. Boie berichtet, dass er bereits mehrfach angesprochen worden sei: "Schon öfter haben sich Kunden über die schlechten Parkmöglichkeiten beklagt." Wenn jemand wieder wegfahre, weil er sein Auto nicht abstellen könne, sei das gelinde gesagt umsatzhemmend, meint der Kaufmann.

"Es muss dringend etwas passieren", findet Boie. Nach seiner Ansicht gibt es eine gute Alternative: "Der Parkplatz am Klosterpark hinter dem Hotel Meyer ist nie ausgelastet." Sein Appell an die anderen Ladeninhaber: "Bittet Eure Mitarbeiter doch, dass sie ihre Autos dort parken." Schließlich würden alle Geschäfte davon profitieren, wenn die Stellpätze auf dem Friedrich-Tobaben-Platz ausschließlich für die Kundschaft zur Verfügung stünden. Um die Dauerparker ganz von dort zu vertreiben, schlägt Boie die Einführung einer Parkscheiben-Pflicht vor. Die Höchstparkdauer sollte zwei Stunden betragen.

"Das müsste selbst für einen Friseurbesuch reichen", meint Boie.