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Die große "Vati-Party" fällt flach

Immer mehr Jugendliche gehen auf Vatertags-Tour
jd. Ahrenswohlde. Erst Kakerbeck und jetzt Ahrenswohlde: "Suffköppe" haben selbst Schuld, dass es keine Vatertags-Fete gibt. Die großen Vatertagstreffen auf der Stader Geest gehören wohl endgültig der Vergangenheit an. Nachdem im Vorjahr bereits die Party in Kakerbeck abgeblasen wurde, steht nun fest: Zu Himmelfahrt am 14. Mai wird es keine Fete in Ahrenswohlde geben. In beiden Dörfern wurden die Sauf-Events, zu denen mehr als 2.000 überwiegend junge Leute zusammenströmten, in jährlichem Wechsel ausgerichtet. Da es vor zwei Jahren reichlich Randale vor Ort gab, zog sich nun die örtliche Feuerwehr als Ausrichter zurück.

Das Aus für die Ahrenswohlder Himmelfahrts-Party haben die jugendlichen "Promille-Pilger" überwiegend selbst zu verantworten: Auf ihren Anmarsch-Routen behinderten die alkoholisierten Vatertagsausflügler den Autoverkehr, unterwegs zerdepperten sie leere Schnapsflaschen und rissen Leitpfosten heraus. Am Festzelt angekommen, waren die meisten bereits in volltrunkenem Zustand. Der hohe Alkoholpegel machte viele aggressiv: Die Polizei musste bei mehreren Schlägereien eingreifen. Nur die Präsenz von Bereitschaftskräften verhinderte weitere Gewaltausbrüche.

Vor diesem Hintergrund kündigten Polizei und Ordnungsamt in Harsefeld bereits damals an, dass es künftig erheblich höhere Auflagen für die Vatertagspartys geben wird: "So müssten die Straßensperrungen aus Sicherheitsgründen viel weiträumiger erfolgen", sagt Harald Polter, zuständiger Fachgebietsleiter im Harsefelder Rathaus: "Diese Horden Betrunkener können wir den Autofahrern so nicht zumuten." Es sei viel zu gefährlich, wenn jemand völlig "Hacke" sei und auf die Straße springe.

Im Fall Ahrenswohlde müsste die komplette Strecke zwischen der Autobahnabfahrt Sittensen und Ahlerstedt abgeriegelt werden. Solch ein Aufwand sei mit immensen Kosten für den Veranstalter verbunden, so Polter: "Unser Bauhof könnte das nicht mal eben erledigen. Dafür müsste eine Firma beauftragt werden, die sich auf solche Absperrungen spezialisiert hat." Allein die großflächigen Umleitungsschilder würden Unsummen verschlingen.

Unterm Strich komme nur viel Ärger bei der Sache heraus, so Polter: "Kein Wunder, dass die Feuerwehr die Faxen dicke hat."