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Die schwarzbunte Seniorin: Eterna aus Ahlerstedt ist mit 14 Jahren eine der ältesten Milchkühe in der Region

Martin Hinrich Vogt ist stolz auf seine Eterna
jd. Ahlerstedt. Sie liegt entspannt auf der Pferdemist-Matratze und geht ihrer Lieblingsbeschäftigung nach: dem Wiederkäuen. Eterna benimmt sich eigentlich wie jede andere Kuh auf dem Milchhof der Familie Vogt in Ahlerstedt. Doch etwas unterscheidet sie von ihren rund 240 Artgenossinnen, mit denen sie im großzügig angelegten Stall lebt. Sie ist eine alte Dame - nach Kuh-Maßstäben: Eterna ist 14 Jahre alt und wird zum zwölften Mal Mutter. Das ist höchst ungewöhnlich für Milchkühe: Laut Statistik liegt deren Lebensdauer bei etwas mehr als fünf Jahren. Dann geht es zum Schlachter. Doch Landwirt Martin Hinrich Vogt hält nichts von dem "Jugendwahn": Seine Herde hat schon jetzt ein Durchschnittsalter von sechs Jahren.

Nomen est omen: Das lateinische Wort "eterna" bedeutet so viel wie ewig oder unvergänglich. Und wenn es nach Jungbauer Vogt geht, wird Milchkuh Eterna nahezu ein ewiges Leben beschieden sein: "Sie ist topfit und erfreut sich bester Gesundheit." Auch die Milchleistung sei mit rund 35 Litern pro Tag recht passabel. "Kürzlich konnten wir sogar Jubiläum feiern", berichtet Vogt: Eterna gehört seit Mitte November zu dem erlauchten Kreis der Kühe, die in ihrem Leben bereits 100.000 Liter Milch gegeben haben.

Dabei sei Eterna mit ihren 680 Kilo eher von zarter Konstitution, meint Vogt schmunzelnd. Doch sie habe stets einen gesegneten Appetit. Derzeit verputze sie neben der Gras- und Maissilage rund zehn Kilo Kraftfutter am Tag. Alle Gesundheitswerte seien bestens. Die wichtigsten Parameter kann der Landwirt jederzeit am PC-Monitor abrufen. Alle Kühe in dem hochmodernen Stall, der mit vier vollautomatischen Melkrobotern ausgestattet ist, haben um den Hals einen Transponder hängen, der Messwerte wie Temperatur und Bewegungsdaten per Funk an den Computer übermittelt.

"Dank dieser Technik kann ich schnell reagieren, wenn gesundheitliche Probleme auftreten", erläutert Vogt. So können beispielsweise Entzündungen am Euter frühzeitig behandelt werden. Entsprechend gering sind die "Ausfälle". Seit der Einweihung des Hightech-Stalls vor zwei Jahren seien die Tierarztkosten um 40 Prozent gesunken, so Vogt: "Da die älteren Kühe topfit sind, kommen sie auch nicht zum Schlachter." Vogts Ziel ist es, durch eigene Nachzuchten eine "Kuhfamilie" aufzubauen, die über ein ähnlich hochwertiges genetisches Potenzial wie Eterna verfügt.

Und was passiert mit Eterna, wenn der Milchfluss irgendwann versiegt? "Eterna erhält bei uns dann ihr Gnadenbrot", sagt Vogt: "Unsere Kuh Nr. 1 kommt nicht auf den Teller."