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Ein Traum wird wahr: Lara-Maria im Wunderland

Nachwuchs-Schauspielerin Lara-Maria Wichels lernt fleißig für ihre erste große Fernsehrolle. Sie ist die jüngste "Blüte" bei der ARD-Erfolgsserie "Rote Rosen"
 
Am Set im Filmstudio in Lüneburg: Lara-Maria Wichels (Mitte) sitzt mit ihren Schauspielkolleginnen Jenny Jürgens (re.) und Anja Franke im Café des Hotels "Drei Könige"
(jd). Harte Arbeit und jede Menge Medienrummel: Junge Schauspielerin aus Harsefeld steht bei der Erfolgsserie "Rote Rosen" vor der Kamera. Viele Menschen laufen ein Leben lang ihren Träumen hinterher, ohne dass diese sich jemals erfüllen. Bei Lara-Maria Wichels ist das anders: Sie ist erst 22 und hat bereits ihren Lebenstraum verwirklicht: Schauspielerin zu werden. Dieser Berufswunsch stand schon in frühester Jugend fest. Die Klassenkameraden an der Harsefelder Realschule belächelten sie damals. Doch Lara-Maria hat es geschafft. Seit ein paar Wochen steht sie vor der Kamera - bei "Rote Rosen", einer der erfolgreichsten deutschen Soap Operas. Derzeit läuft der Dreh für 200 weitere Folgen der Telenovela, die immer montags bis freitags um 14.10 Uhr im Ersten gesendet wird. Am Mittwoch, 20. August, ist die sympathische Nachwuchsdarstellerin in Folge 1.791 erstmals zu sehen. Sie spielt die Fernsehtochter von Jenny Jürgens. Das WOCHENBLATT besuchte Lara-Maria jetzt am Set im Filmstudio Lüneburg.

"Die Arbeit hier finde ich traumhaft, doch es ist kein Zuckerschlecken", berichtet Lara-Maria, als sie sich in der Drehpause einen Becher Kaffee gönnt. Während des Gesprächs schaut sie immer wieder auf die Uhr: Gleich ruft die Kamera. Noch schnell ein Blick in das Rollenheft: Sitzen die Sätze für die nächste Szene?

Bei "Rote Rosen" spielt die junge Darstellerin, die sich ihre ersten schauspielerischen Sporen auf Laienbühnen im Landkreis Stade verdiente und im vergangenen Herbst das Schauspiel-Diplom gemacht hat, zwar nur eine Nebenrolle - aber auch das ist ein Fulltime-Job: Bereits morgens um halb acht muss sie in der Maske sein. Wenn dann zwölf Stunden später die letzte Einstellung des Tages im Kasten ist, weiß Lara-Maria, was sie geleistet hat. Selbst zu Hause in Hamburg hat die junge Schauspielerin noch keinen Feierabend. Meist stehen dann noch zwei bis drei Stunden Textbüffeln an.

Eine ganz neue Erfahrung ist für Lara-Maria, dass sich plötzlich die Medien für sie interessieren: Ende Juli tauchte sie erstmals in die Glamourwelt von Film und Fernsehen ein. Beim offiziellen Pressetermin in Hamburg stand sie mit den anderen Akteuren, die bei der 11. Staffel von "Rote Rosen" neu dabei sind, im Blitzlichtgewitter. Lara-Maria ist sichtlich beeindruckt von dem Medienrummel um die Serie: "Ein verrücktes Gefühl, plötzlich im Mittelpunkt zu stehen." Auch die Tatsache, dass für sie jetzt eigene Autogrammkarten gedruckt werden, findet sie "total aufregend". Über einen Punkt wundert sich die junge Mimin allerdings: Sie erhielt schon jetzt Fanpost, obwohl sie noch gar nicht auf der Mattscheibe zu sehen war.

"Viele sagen jetzt vielleicht, naja, die Rolle in einer Daily Soap dürfte doch wohl nicht der Traum einer ambitionierten Schauspielerin sein", meint Lara-Maria. Auch sie sei zunächst skeptisch gewesen, als ihre Agentin sie im Februar zum Casting geschickt habe. Doch sie habe ihre Vorurteile gegenüber solchen Serien komplett über Bord geworfen: "Wir Darsteller werden hier tagtäglich aufs Neue gefordert." Wer bei "Rote Rosen" mitspiele, müsse sein schauspielerisches Handwerk aus dem Effeff beherrschen.

Lara-Maria ist zunächst für ein knappes Jahr engagiert. Wie es danach weitergeht? Darüber mache sie sich noch keine Gedanken. Sie könne sich vorstellen, wieder auf der Theaterbühne zu stehen - wie im vergangenen Jahr, als sie die Hauptrolle bei "Alice im Wunderland" spielte. Doch im Moment befindet sich die junge Darstellerin mitten in einem Stück, das das Leben für sie geschrieben hat und in das sie ihre ganze Leidenschaft als Schauspielerin steckt. Wie es heißt? "Lara-Maria im Wunderland" könnte der Titel lauten. Denn für sie sei derzeit alles wie ein wunderbarer Traum, so die junge Darstellerin.


Nathalie ist eine "taffe" junge Frau

In der ARD-Nachmittagsserie "Rote Rosen" verkörpert Lara-Maria die Deutsch-Französin Nathalie - eine taffe junge Frau, die sich als Auto-Mechatronikerin in einer Männerwelt behauptet und deren Hobby es ist, an Oldtimern herumzuschrauben. "Diese junge Dame weiß, was sie will", beschreibt die künftige Serienheldin ihre Rolle. Um sie möglichst authentisch "rüberzubringen", absolvierte Lara-Maria bei einer Stader Autowerkstatt ein Kurzpraktikum.

In der neuen Staffel kommt Nathalie mit ihrem Freund Robin (Niklas Osterloh) aus England nach Lüneburg. Als Robin nach einem Autounfall schwer verletzt im Krankenhaus liegt, reist Nathalies Mutter Jana (Jenny Jürgens) an, um ihrer Tochter beizustehen. "Film-Mama" Jenny Jürgens ist begeistert von Lara-Marias jugendlich-frischem Charme: "In unserem Mutter-Tochter-Verhältnis mussten wir ganz schnell Nähe zueinander aufbauen. Das hat ganz toll geklappt, weil Lara-Maria so natürlich und unkompliziert ist."