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Fitness für einen guten Zweck

Sie tanzten tüchtig und spendeten fleißig: die Teilnehmer der Zumba-Party
 
Die Organisatorinnen Conni Krohn (re.) und Petra Hansen waren mit der Resonanz zufrieden
jd. Harsefeld. Sportler schwitzten, um einem krebskranken Mädchen zu helfen. Sie trifft einen meist wie ein Schlag: Die Diagnose Krebs ist für die Betroffenen oft niederschmetternd. Doch noch schlimmer ist es, wenn es unvermittelt einen ganz jungen Menschen trifft - wie die Schülerin Nele G. (14) aus Harsefeld. Im Körper des fröhlichen, lebenslustigen Mädchens, das voller Begeisterung Fußball spielt, breitete sich ein heimtückischer Tumor aus.
Doch die junge Kickerin zeigte wie in ihrem Lieblingssport Kampfgeist und ließ die Chemotherapien mit ihren zahlreichen Nebenwirkungen wie Haarausfall und Übelkeit geduldig über sich ergehen. Kürzlich hat sie eine schwere Operation überstanden. Nun hegt die kleine Krebspatientin ein großen Wunsch: Sie möchte die Reha-Kur gemeinsam mit ihren Eltern und ihrer Schwester verbringen. Da der Familie dafür das Geld fehlt, werden Spenden gesammelt.

"4 Nele & Family" - für Nele und ihre Familie: So lautet das Motto der Spendenaktionen, die derzeit laufen, um dem jungen Mädchen wieder den Weg zurück in ein unbeschwertes Leben zu bahnen. Dabei zeigen vor allem die Sportler Solidarität: Mehrere Vereine aus der Region unterstützten einen Aufruf der Jugend-Spielgemeinschaft (JSG) Apensen/Harsefeld, deren B-Juniorinnen-Team Nele angehört, und baten auf verschiedenen Hallenturnieren um eine kleine Gabe zugunsten der jungen Sportskameradin. Aber nicht nur die Fußballer wurden aktiv: Auf einer Zumba-Fitness-Party kamen kürzlich rund 1.000 Euro zusammen.

Die Bässe wummerten und bunt flackernde Scheinwerfer sorgten für die passende Party-Atmosphäre: In einer Harsefelder Turnhalle steppte der Bär. Weit mehr als 100 Tanzbegeisterte folgten dem Aufruf der Trainerinnen Conni Krohn und Petra Hansen vom örtlichen Sportverein, gemeinsam eine Zumba-Dance-Party steigen zu lassen. Die Fitness-Fans ließen aber nicht nur für das eigene Wohlergehen die Hüften kreisen. Der sportliche Spaß hatte einen ernsten Hintergrund: Die Tanzparty wurde veranstaltet, um Spenden zu sammeln für Nele (14). Die junge Harsefelderin ist an Krebs erkrankt. Im Sommer soll sie sich auf einer Reha von den anstregenden Chemotherapien und einer Operation erholen, bei der Tumore aus ihrem Bauchraum entfernt wurden. Das Geld soll ihrer Familie ermöglichen, mitzufahren.

"Wir möchten helfen, damit Nele wieder den Weg zurück in ein gesundes und glückliches Leben findet und sie irgendwann wieder ihren Lieblingssport, den Fußball, ausüben kann", sagt Petra Hansen. Die Übungsleiterin war von den Sportskameraden aus der Fußball-Sparte auf Neles Fall aufmerksam gemacht worden und entschied mit ihren Mitstreitern spontan, sich an einer Spendenaktion zu beteiligen. "Für Nele ist die Unterstützung durch ihre Familie jetzt das Allerwichtigste", meint Hansen. Dazu gehöre, dass die Eltern sowie die Schwester das Mädchen auf seiner Reha begleiten. Das sei aber mit erheblichen Kosten verbunden. Um die Familie finanziell zu unterstützen, wurde auf den verschiedensten Sport-Veranstaltungen Geld gesammelt.

Doch man braucht kein Sportler zu sein, um Nele zu helfen: Die Werbegemeinschaft "Sympathisches Harsefeld" beteiligt sich ebenfalls an der Spendenaktion. In vielen Läden der Geest-Gemeinde sind Spendenboxen aufgestellt. Etliche der kleinen Kästchen mit dem bunten Herzlogo und dem Schriftzug "4 Nele & Family" seien schon gut gefüllt wieder bei ihm abgegeben worden, berichtet Heinrich Quast, Vorsitzender des "Sympathischen Harsefeld". Nach seiner Auskunft soll die Aktion noch einige Zeit weiterlaufen. Jeder, der Neles Genesung unterstützen möchte, muss also nur ein Harsefelder Geschäft aufsuchen, um seine Spende "abzuliefern".