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Grünes Licht für Bürgerbus

Harsefelder Linien sollen gegen Ende des Sommers starten.

Der Harsefelder Bürgerbus biegt offenbar auf der Zielgeraden ein: Nach Auskunft des Trägervereins werden voraussichtlich gegen Ende des Sommers die ersten Busse quer durch Harsefeld und die zum Flecken gehörenden Dörfer rollen. Ausreichend ehrenamtliche Busfahrer sind bereits angeworben: 16 Bürger wollen den acht Fahrgäste fassenden Niederflur-Bus abwechselnd lenken.
Wenn alles glatt läuft, wird der Harsefelder Bürgerbus-Verein die Mitstreiter aus Oldendorf, die Monate vorher an den Start gegangen waren und als Vorbild dienten, noch im Eiltempo überholen. Derzeit befasst sich eine Arbeitsgruppe mit dem Linienfahrplan. Bevor die Landesverkehrsgesellschaft eine Betriebsgenehmigung für den Bürgerbus erteilt, müssen die Haltestellen festgelegt werden. Erst nach einer öffentlichen Auslegung und der Berücksichtigung möglicher Einwände kann die Behörde grünes Licht geben.
Sobald die Genehmigung auf dem Tisch liegt, soll der Bus geordert werden. Der von einer Spezialfirma umgebaute VW wird rund 85.000 Euro kosten. Zwei Drittel davon zahlt das Land als Zuschuss, weitere 20.000 Euro gibt der Flecken Harsefeld dazu. 10.000 Euro muss der Verein beisteuern.
Der Fahrpreis wird zwischen 1,50 Euro und 2 Euro liegen. Doch Erfahrungen aus anderen Bürgerbus-Initiativen zeigen, dass die Einnahmen nicht reichen werden, den Dienst so zu betreiben, dass sich die Kosten decken. Voraussichtlich sind jährlich 15.000 Euro erforderlich, um den Busbetrieb in Gang zu halten. Wünsche, den Busverkehr auf die komplette Samtgemeinde auszudehnen, lassen sich derzeit nicht erfüllen. "Erst muss das Kind laufen lernen, dann können die nächsten Schritte gegangen werden", sagt Harsefelds Samtgemeinde-Bürgermeister Rainer Schlichtmann.