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Gute Ideen für die Dörfer: Ahlerstedt will ins Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen werden

Ahlerstedt aus der Luft. Die jetzigen Pläne sollen aber keine Luftschlösser sein (Foto: Martin elsen)
jd. Ahlerstedt. In der Gemeinde Ahlerstedt ist der erste Schritt zur Aufnahme ins niedersächsische Dorfentwicklungsprogramm getan: Im Rahmen eines Workshops wurden im Ottendorfer Dorfgemeinschaftshaus Ideen, Anregungen und Wünsche zusammengetragen. Die Ergebnisse dieses Treffens, an dem rund 50 Vertreter der örtlichen Organisationen und Vereine teilnahmen, sollen in ein Arbeitspapier einfließen, das als Grundlage für die weiteren Planungen dient - sofern der Ahlerstedter Antrag positiv beschieden wird.

Betreut wird das Projekt vom Beratungsunternehmen Sweco. Das kümmert sich um die Antragstellung, die bis Ende Juli erfolgt sein muss. Sofern Ahlerstedt den Zuschlag erhält, werden die Sweco-Planer auch das weitere Verfahren intensiv begleiten. Bis dahin dauert es aber noch: Die Kommunen, die in den Genuss der Förderung kommen, werden im Frühjahr 2018 vom Landwirtschaftsministerium bekanntgegeben.

Von dem Förderprogramm soll laut Bürgermeister Uwe Arndt nicht nur der Kernort profitieren: "Wir wollen, dass sich auch in den Ortsteilen etwas tut." So war es selbstverständlich, dass auf der Ideenwerkstatt nicht nur Ahlerstedt mit seinen Plänen für das neue Zentrum im Fokus stand, sondern auch die Vertreter der jeweiligen Dorfgemeinschaften ihre Überlegungen mit einbrachten.
Für Ahlerstedt besteht der Wunsch, dass der dortige Einzelhandel (Rewe-Markt und ab Ostern 2018 Edeka) um eine Drogerie und einen Discounter ergänzt wird. Ob sich tatsächlich noch einmal ein Discounter in Ahlerstedt ansiedelt, ist nach dem Scheitern von Penny aber mehr als fraglich.

Auch die Idee, wie in den umliegenden Dörfern ein Dorfgemeinschaftshaus zu errichten, ist sicher gut gemeint, doch kaum tragfähig: Schließlich gibt es den Schützenhof, mit den die Ahlerstedter gut versorgt sind. Weitere Überlegungen drehen sich um die Einrichtung einer Tempo-30-Zone für die Ortsdurchfahrt oder sogar den Bau einer Ortsumgehung.

Etliche Ideen kamen auch aus den Dörfern. So regten Oersdorfer einen mobilen "Tante Emma"-Laden an und schlugen vor, einen Verbindungsweg für Radler und Spaziergänger ins benachbarte Wohlerst zu schaffen. Hoch hinaus wollten die Wangerser mit ihren Plänen: Sie möchten oben auf Fernmelde-Turm der Telekom-Tochter "Deutsche Funkturm" eine Aussichtsplattform mit Café einrichten. Angesichts des Hick-Hacks, dass die "Deutsche Funkturm" seit Jahren um die Nutzung des Tele-Michel in Hamburg veranstaltet, dürfte eine Umsetzung dieses Plans wenig realistisch sind.

Weitaus realistischer sind aber andere Vorhaben - etwa wenn es um den Bau bzw. Ausbau von Rad- und Wanderwegen, die Verbesserung der Infrastruktur an den Dorfgemeinschaftshäusern und die Aufwertung der Dorfzentren geht.