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Harsefeld packt selbst an: Ab dem kommenden Frühjahr wird die Herrenstraße saniert

Wegen der Straßenschäden gilt in der Herrenstraße Tempo 30 Foto: jd
jd. Harsefeld. Jetzt nimmt Harsefeld die Sache selbst in die Hand: Die marode Herrenstraße wird ab dem kommenden Frühjahr saniert. Zuständig für Straße ist eigentlich die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Doch beim Land fehlt offenbar die "Manpower", um die längst überfällige Baumaßnahme in Angriff zu nehmen. Daher hat sich der Flecken Harsefeld bereit erklärt, die Federführung bei der Planung und der Ausführung der Arbeiten zu übernehmen.

"Der schlechte Zustand der Herrenstraße macht es erforderlich zu handeln", erklärt Gemeindedirektor Rainer Schlichtmann. Wegen der kaputten Fahrbahn gelte inzwischen Tempo 30. Das sei in der wohl wichtigsten Durchgangsstraße des Ortes ein richtiges Ärgernis. In zwei Bauabschnitten soll die Straße wieder "flott" für den Verkehr gemacht werden. "Jeweils von Frühjahr bis Oktober wird die Baumaßnahme in den Jahren 2018 und 2019 umgesetzt", erläutert Bauamtsleiter Peter Walthart.

Laut Walthart ist für 2018 die Sanierung des Teilstücks zwischen dem Kreisel am Sande und der Abzweigung zum Gierenberg vorgesehen, im folgenden Jahr ist dann das restliche Stück bis zur Großen Gartenstraße an der Reihe. Die Baumaßnahme könne nicht in einer Saison abgeschlossen werden, da auch umfangreiche Bodenarbeiten vorgenommen werden müssen, so Walthart: "Wenn wir schon die Straße aufreißen, werden auch gleich neue Rohre für die Kanalisation und andere zusätzliche Versorgungsleitungen in den Boden gelegt."

"Die Pläne für die Neugestaltung der Herrenstraße sind ja bereits bekannt", sagt Schlichtmann: Die Fahrbahn werde künftig schmaler ausfallen, um mehr Platz für den kombinierten Geh- und Radweg zu schaffen. Während der Baumaßnahme werden die Autofahrer einige Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen müssen: Aus der Herrenstraße wird in dieser Zeit eine Einbahnstraße - und zwar vom Kreisel am Sande in Richtung Ortsmitte.

Für den Verkehr aus Richtung Stade ändert sich damit nichts. Die aus der Gegenrichtung kommenden Pkw sollen weiträumig umgeleitet werden, ebenso wie die Lkw in beiden Fahrtrichtungen. Die Pendler aus dem Bereich Ahlerstedt müssen während der Bauarbeiten früher aufstehen: Sie haben dann wahrscheinlich einen Umweg über Bargstedt und Ohrensen in Kauf zu nehmen, um nach Stade zu kommen. Über welche Strecken die Umleitung genau erfolgen soll, sei aber noch nicht im Detail geklärt, so Walthart.

Was bereits feststeht, sind die Kosten: Die Verwaltung veranschlagt für die Straßensanierung 2,2 Mio. Euro. Die Anteile von Land und Kommune liegen ungefähr in gleicher Höhe, also jeweils bei 1,1 Mio. Euro. Vor Beginn der Arbeiten wird noch eine Info-Veranstaltung für die Anwohner ausgerichtet. Außerdem soll es regelmäßig öffentliche Baubesprechungen geben, so Schlichtmann: "Transparenz ist uns hier ganz wichtig."