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Idyllisch und mittendrin - In Ahlerstedt wird tüchtig gebaggert

Kevin Schmitz bedient den Bagger Fotos: jd
jd. Ahlerstedt. Wohnen mitten im Dorf, der Supermarkt gleich vor der Tür und zum Arzt, zur Apotheke oder zur Bank sind es nur zwei Minuten zu Fuß, dazu die idyllische Lage mit einem weiten Blick über Wiesen und Felder: Das alles bekommen Häuslebauer bald in Ahlerstedt geboten. Wie berichtet, entsteht in der Ortsmitte derzeit ein neues Baugebiet. Im ersten von zwei Bauabschnitten können 23 Einfamilienhäuser sowie einige Mehrfamilienhäuser errichtet werden. Parallel dazu wird ein Edeka-Markt gebaut, dessen Fertigstellung für den Frühling 2018 angepeilt ist. Betreiber wird die Familie Meibohm sein, der auch der Edeka-Markt in Harsefeld gehört.

Einen kleinen Rückzieher muss Bürgermeister Uwe Arndt beim Zeitplan machen: Wie am Mittwoch im WOCHENBLATT zu lesen war, hatte er Anfang der Woche noch verkündet, dass die ersten Bauherren Ende November loslegen können. Dieser ambitionierte Termin werde wohl nicht zu halten sein, meint Planer Hermann de Riese, der die Aufsicht über die rund 1,1 Millionen teuren Erschließungsarbeiten führt: "Ich denke, zu Weihnachten wird es wohl klappen." Schuld an der Verzögerung sei der nasse Sommer. Wenn das Wasser zu hoch stehe, könne nicht mehr gebuddelt werden.

Damit die Hausbesitzer später keine nassen Füße bekommen, ist nördlich des mehr als sechs Hektar großen Areals ein großes Regenrückhaltebecken angelegt worden. Auf Wunsch von Arndt wird das Becken nicht eingezäunt. Es soll in die Grünanlagen eingebunden werden. Am Rande dieses "Dorfteiches" wird ein Fußweg entlangführen, der an den vorhandenen Trampelpfad zwischen alter Schule und Großem Damm angebunden wird. Eben allerfeinste Wohnanlage: einfach ein paar Schritte vor die Tür gehen und man kann durch die Wiesen spazieren.

Die Bauplätze sind zwar noch nicht verkauft, doch Bürgermeister Arndt muss sich keine Sorgen machen, die 700 bis 1.1000 Quadratmeter großen Grundstücke an den Mann zu bringen. Interessenten stehen bereits Schlange. Vergeben werden die Baugrundstücke nach einem dreistufigen Verfahren: Zuerst kommen die Einheimischen zum Zuge, danach sind die Auswärtigen an der Reihe - und schließlich erhalten diejenigen den Zuschlag, die keinen Eigenbedarf haben und die Häuser bzw. Wohnungen lediglich vermieten wollen.

Arndt ist daran gelegen, dass die künftigen Neubürger in die Dorfgemeinschaft integriert werden und in dem Neubaugebiet ein soziales Miteinander entsteht. "Ich wünsche mir, dass die Menschen nicht anonym nebeneinander leben, wie das in vielen reinen 'Schlafsiedlungen' passiert, sondern gegenseitige Kontakte pflegen", sagt der Bürgermeister. Das Gemeinschaftsgefühl soll auch durch die Struktur des Baugebietes gefördert werden: "Wir haben um drei kleine Stichstraßen herum jeweils sieben bis acht Grundstücke gruppiert", erläutert Arndt: "Auch diese kleinteilige Form der Nachbarschaft ist ein Stück ländliche Lebensqualität."