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Ist die Flucht wirklich so qualvoll?

Schüler stellten den Produzenten, Darstellern und Flüchtlingen viele Fragen (Foto: Veronika Starowoit)
(bc). Das Thema "Flucht" ist inzwischen in jeder Gemeinde angekommen. Den dazu passenden Film „Hotel California“, der genau dieses Thema beleuchtet, haben jetzt 300 Jugendliche aus den Klassen 8 und 9 der Ahlerstedter Schule am Auetal und der Harsefelder Selma-Lagerlöf-Schule in den Harsefelder Lichtspielen gesehen. Anschließend diskutierten sie mit Produzenten, Darstellern und fünf Flüchtlingen.
Zum Inhalt: Der Kurzspielfilm erzählt vom Alltag junger Menschen mit und ohne Fluchterfahrung. Vor der Kamera standen 24 Jugendliche, die in Deutschland leben – die Hälfte von ihnen ist in den vergangenen Jahren aus Afghanistan, Somalia, Indien, der Elfenbeinküste oder dem Iran geflüchtet. Hinter der Kamera setzten professionelle Filmemacher die Geschichte in Szene. Das Drehbuch wurde im Rahmen von Workshops am ABC Bildungs- und Tagungszentrum in Drochtersen-Hüll erarbeitet. Der Film basiert auf wahren Geschichten.
Die Schüler fragten neugierig nach: Ob der Weg von Syrien wirklich so qualvoll sei, wie er in den Medien beschrieben würde? Kinan, der sechs Sprachen spricht und derzeit versucht Deutsch zu lernen, erzählte von seiner Flucht: Er habe sein Leben riskiert, um über das Mittelmeer zu kommen. Die Flucht habe bei den meisten zwischen vier und acht Wochen gedauert.
Alle fünf geflüchteten syrischen Männer aus Harsefeld und Ahlerstedt freuten sich sehr, diesen ersten Schritt der Kontaktaufnahme zu den Schülern gemacht zu haben.