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Kisten mit ordentlich Karacho in Harsefeld

Die rollende Turbo-Tonne, die aus alten Ölfässern zusammengeschweißt ist, schießt wie ein geölter Blitz an den Zuschauern vorbei
jd. Harsefeld. Spannender Kampf um Zehntelsekunden: Am Sonntag herrschte in Harsefeld Rennfeeling pur. Scharen von Zuschauern standen entlang der Piste und jubelten ihren Favoriten zu, flotte Flitzer lieferten sich rasante Duelle und per Megafon wurden die nächsten Starter angekündigt: Es herrschte echte Rennatmosphäre, als am Sonntag die vierte Auflage des Harsefelder Seifenkistenrennens über die Bühne ging.
Insgesamt 60 Fahrer hatten sich für den Wettkampf der wagemutigen Wagenlenker gemeldet. Sie gingen mit 30 selbstgebauten Modellen an den Start. Nur eines fehlte für das echte Rennfeeling: der Geruch von Benzin. Treibstoff war schließlich tabu. Es durften weder Motor- noch Muskelkraft eingesetzt werden, damit die flinken Kisten mit ordentlich Karacho über die Rennstrecke brettern konnten.
Das war dann auch die einzige Einschränkung: Ansonsten setzten die Veranstalter der Phantasie der Schrauber und Bastler keine Grenzen. So traten die Rennställe mit den merkwürdigsten Vehikeln an. So kamen feuerrote Mülltonnen-Mobile, ausgediente Ölfässer und rasende Raketen zum Einsatz.
Ein originelles Gefährt hatte auch "Chefmonteur" Bernd Bastein für seine Söhne und deren Freunde konstruiert. Der Elektriker aus Mulsum werkelte rund sechs Wochen mit Schweißbrenner und Schraubenzieher in der heimischen Garage, um ein großes Lüftungsrohr mit einem Fahrwerk zu versehen. Mit dem rollenden Riesenrohr startete Basteins Team erstmals bei einem Seifenkistenrennen. Die fehlende Fahrpraxis wurde den Mulsumern zum Verhängnis: Gleich im ersten Durchgang krachte das Rohr gegen die Absperrung.
• Schnellste Seifenkiste in der Junior-Klasse war die "Lions Kiste" mit dem Fahrer Mirco Annuß, in der Senior-Klasse hatte Angela Goldbach mit dem "Silbershark" die Nase vorn, und in der Fun-Kategorie holte sich Dirk Schmidt mit "Dirks Rollfietz" den ersten Platz.