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Meinung online bilden

Ganz viel Glas: So soll das neue Harsefelder Jugendzentrum aussehen. Baubeginn wird noch in diesem Jahr sein, damit öffentliche Fördergelder fließen

Noch bevor die Presse informiert ist: Pläne für Harsefelder Jugendzentrum werden auf Facebook gestellt.

Soziale Netzwerke sind total angesagt: Für viele ist ein Account bei Facebook, Twitter oder StudiVZ längst so selbstverständlich wie eine Telefonnummer. Auch politische Fragen werden ausgiebig im Internet erörtert. In den verschiedensten Foren tummeln sich selbsternannte Experten, Besserwisser und Welterklärer. Inwieweit Facebook und Co. für die politische Meinungsbildung taugen, sei daher dahingestellt. In Harsefeld hält man die Sache wohl dennoch für einen Versuch wert: Via Facebook ist eine Diskussion über das geplante neue Jugendzentrum angestoßen worden.
Offiziell bekommen sie die Harsefelder erst am heutigen Samstag auf dem Neujahrsempfang des Flecken zu Gesicht: die Pläne für das Jugendzentrum, das zwischen Schulzentrum und Sportpark errichtet werden soll. Auch gegenüber der Presse hielt man sich im Rathaus bislang bedeckt. Nach WOCHENBLATT-Informationen hatten mehrere Architekten Entwürfe eingereicht. Doch diese wurden den Ratsmitgliedern nur hinter verschlossenen Türen präsentiert. Eine öffentliche Auseinandersetzung mit dem Thema war offenbar nicht erwünscht, obwohl es um Baukosten von fast einer Million Euro geht.

Skizze ist vorab auf Facebook zu sehen

Doch seit zwei Wochen ist Schluss mit der Geheimniskrämerei - allerdings nur für diejenigen, die bei Facebook angemeldet sind. Dort haben die beiden Rats-Youngster Dennis Weidemeier und Florian Kunze auf ihren persönlichen Seiten eine Skizze vom geplanten Jugendzentrum eingestellt. Die Idee ist nicht schlecht. Per Internet soll die Zielgruppe erreicht werden, um die es vor allem geht: Jugendliche. Diese sind nun aufgefordert, sich mit ihren Wünschen und Vorstellungen in die Planungen einzubringen.
Ob das funktioniert, ist noch völlig offen: Die Präsentation der Planungsskizze durch die beiden Jung-Politiker kann allenfalls als Probelauf gewertet werden. Zwar verfügen die zwei zusammen über mehr als 1.500 Freundschafts-Kontakte, doch die Resonanz war bisher äußerst mäßig: Nicht einmal 20 Kommentare trudelten innerhalb von 14 Tagen ein. Lob und Kritik hielten sich dabei die Waage: Die Ansichten reichen von "echt interessant" bis zu einem "Tacken zu kindisch". Auch hinsichtlich der großen Glasflächen hat jemand eine ganz dezidierte Meinung: "Alles, was zerbrechlich ist, ist nicht gerade für Harsefeld geeignet", schreibt Pierus E.